Meinung Der Glaube beim Bergischen HC ist zurück

Meinung | Wuppertal · Kam der Trainerwechsel zu spät? Plötzlich scheint sich aber eine neue Chance im Abstiegskampf zu eröffnen. Fans können am kommenden Sonntag gegen Erlangen in der Uni-Halle Rückenwind geben.

Schulterschluss nach dem Sieg in Balingen: Tomas Babak, Lukas Stutzke und Djibril M’Bengue drücken aus, wie groß die gemeinsame Freude und Erleichterung nach zuvor zwölf Niederlagen in Folge ist. Die Mannschaft glaubt wieder an sich.

Schulterschluss nach dem Sieg in Balingen: Tomas Babak, Lukas Stutzke und Djibril M’Bengue drücken aus, wie groß die gemeinsame Freude und Erleichterung nach zuvor zwölf Niederlagen in Folge ist. Die Mannschaft glaubt wieder an sich.

Foto: JA/Andreas Fischer

Glaube kann manchmal Berge versetzen. So war es am Freitagabend, als der Bergische HC in Balingen seine unglaubliche Negativserie in der Handball-Bundesliga beenden konnte. Dieser Sieg war eminent wichtig, auch wenn fraglich bleibt, ob er für den Klassenerhalt nicht zu spät kommt. Zweifellos hat das neue Trainergespann den Draht zur Mannschaft und die richtigen, einfachen Rezepte gefunden und damit einen großen Anteil am Erfolg gegen einen Gegner, den man einfach schlagen musste. Dass der mit Jamal Naji nicht gelungen wäre, bleibt zwar hypothetisch, dennoch stellt sich nach dem Spiel erst Recht die Frage, warum der Wechsel auf der Trainerposition erst so spät stattgefunden hat. Helfen tut das nun freilich nicht mehr, also gilt es alle Energie – auch von außen – in die restlichen fünf Spiele zu legen. Nach der Niederlage von Erlangen hat sich eine neue Tür aufgetan. Am kommenden Sonntag gibt es in der Uni-Halle die Möglichkeit, den Rückstand auf die Franken auf zwei Zählen zu verkürzen. Da muss die Halle einfach voll werden. Wie gesagt: Glaube kann manchmal Berge versetzen – und der scheint zurück beim BHC.