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Der Bergische HC kann Flensburg nicht schocken

Handball-Bundesliga : BHC kann Flensburg nicht schocken

Mit 25:30 (10:17) unterliegt der Handball-Bundesligist am Samstagabend in der Klingenhalle den Nordlichtern, die damit die Tabellenspitze erobern. Die Hypothek aus der ersten Hälfte war für die Gastgeber nicht mehr wettzumachen.

An Halloween hat Handball-Bundesligist Bergischer HC dem Top-Favoriten SG Flensburg-Handewitt nicht das Gruseln lehren können. Im Heimspiel in der Solinger Klingenhalle unterlagen die Löwen dem stark auftretenden Starensemble mit 25:30 (10:17). Die Entscheidung war praktisch bereits nach den ersten 30 Minuten gefallen, als der BHC nach sehr gutem Beginn offensiv ins Stocken geriet und in der Defensive gegen die Flensburger Klasseleute zeitweise keinen Zugriff mehr bekam. Da nutzte den Gastgeber dann auch eine gute zweite Hälfte nichts mehr, in der man mit den Nordlichtern zumindest auf Augenhöhe agierte und das Ergebnis noch freundlicher gestalten konnte. Während Flensburg die Tabellenführung übernahm, fiel der BHC mit nun 7:5 Punkten vorläufig auf Rang acht zurück.

Der BHC musste erneut auf Linus Arnesson und den Langzeitverletzten Alexander Weck verzichten, dazu kam noch der zweite Mann auf Rechtsaußen Yannick Fraatz, der im Training umgeknickt war.

Dennoch gelang den Hausherren vor 60 Ehrenamtlichen, die in der ansonsten leeren LKlingenhalle Stimmung machten, ein hervorragender Start. Die Abwehr vor Christopher Rudeck, der zunächst im Tor stand, funktionierte hervorragend und vorne trafen Arnor Gunnarssson, Max Darj und Rückraumshooter Fabian Gutbrod (2) zur 4:2-Führung. Doch danach hatte Flensburg seine Deckung besser formiert und Klassekeeper Benjamin Buric bekam immer häufiger noch die Hand an den Ball. Hinzu kam etwas Pech, als Sebastian Damm bei einem Heber nur die Latte traf, und so erzielte der BHC zwischen dem 6:6 nach 13 Minuten und dem 6:10 sechs Minuten lang kein Tor, während auf der Gegenseite vor allem Rechtshänder Goran Sjögard aus dem Rückraum und Hampus Wanne von Linksaußen in Serie einnetzten. Sie waren allein für elf der 17 Flensburger Tore bis zur Halbzeit verantwortlich. In den letzten fünf Minuten vor der Pause wuchs der Vorsprung der Gäste kontinuierlich auf sieben Tore. Auch ein Wechsel im BHC-Kasten von Christopher Rudeck auf Tomas Mrkva konnte Flensburg in dieser Phase nicht stoppen.

Was den BHC in dieser Saison besonders auszeichnet ist, dass er sich auch durch Rückschläge nicht aus dem System bringen lässt. Und das hatten die Gastgeber nach dem Wechsel wiedergefunden, ebenso wie Lösungen im Angriff. Bemerkenswert mit welcher Coolness und Zielgenauigkeit beispielsweise Lukas Stutzke aus dem Rückraum nun vier Treffer erzielte. Schnell konnte der BHC so auf vier Treffer verkürzen. Das Flensburger Starensemble ließ sich davon zwar nicht nachhaltig beeinflussen und den Abstand zunächst nicht noch kleiner werden, aber auf jeden Fall hatten die Gastgeber ein Ausrufezeichen gesetzt und glaubten weiter an sich. Zehn Minuten vor dem Ende verkürzte Arnor Gunnarsson mit seinem vierten Treffer an diesem Tag dann aber doch auf 22:25 und Flensburgs Trainer Maik Machulla nahm sicherheitshalber mal die Auszeit. Drei Treffer in zehn Minuten, das schien für den BHC plötzlich wieder aufholbar. Doch Flensburg reagierte mit zwei schnellen Treffern von Gottfridsson und Mensah Larsen klasse. Wie der BHC trotzdem bis zum Ende kämpfte, war ebenfalls klasse. Am Ende gab es zwar keine Punkte, aber als Bestätigung einer in der zweiten Hälfte guten Leistung konnte man mitnehmen, dass man diese 15:13 gewinnen konnte.

Weiter geht es jetzt erst in 12 Tagen in Minden.