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BHC: Viele Lichtblicke trotz Niederlage

BHC: Viele Lichtblicke trotz Niederlage

Beim BHC fällt die Bilanz nach dem 25:31 gegen Kiel positiv aus.

Wuppertal. Am Ende konnten (fast) alle Beteiligten mit der 25:31-Niederlage des Bergischen HC gegen den neuen Tabellenzweiten THW Kiel in der Lanxess-Arena zufrieden sein. Die Mannschaft um den Sportlichen Leiter Viktor Szilagyi, der sein „Comeback auf Zeit“ aufgrund der andauernden Ausfälle noch einmal verlängert hat und die Norddeutschen, die den Spagat zwischen zwei Champions-Leaugue-Partien mit zwei Punkten erfolgreich hinter sich brachten.

Die Bergischen verkündeten vor der Partie die frohe Botschaft, dass der Vertrag mit Torhüter Christopher Rudeck bis 2019 verlängert wurde. Mit seinen Paraden gab der Youngster seinen Vorderleuten Rückhalt und forderte die Fans auf, für Stimmung zu sorgen. So sehr Rudeck an der 5:3-Führung seines Teams im ersten Durchgang und auch bei der atemberaubenden Aufholjagd mit dem zwischenzeitlichen 18:18 durch Bogdan Criciotoiu nach der Pause beteiligt war, so machtlos war der Schlussmann bei mindestens einem Drittel aller Tore.

„Kiel ist eben nicht Göppingen“, beschrieb er auf die einfachste Art die Qualität von Steffen Weinhold und Co, die jeden Ballverlust des BHC, der konsequent mit sieben Feldspielern agierte, bestraften, und den Ball mehrfach ins leere BHC-Tor beförderten.

„Die Treffer wären sonst über schnelle Tempogegenstöße ebenfalls gefallen, verteidigte BHC-Coach Sebastian Hinze die Taktik, den Torhüter bei Ballbesitz gegen einen Feldspieler auszutauschen. „Das ist Sabotage an unserer Sportart“, befand Meistermacher Alfred Gislason vom THW Kiel. Auch Sebastian Hinze hält bekanntlich wenig von der Regeländerung, doch er schöpft sie aus, um mit seinem Team gegen scheinbar übermächtige Gegner zu punkten. Schade nur, dass er, nachdem die Kieler sich im zweiten Durchgang nach einem 6:0-Lauf des BHC wieder gesammelt hatten, nicht den Mut aufbrachte, seine Taktik zu ändern und sein Team in dieser Phase normal spielen zu lassen.

Wie auch immer: Mit seinem Kämpferherz überzeugte der BHC auch die Experten. „Mit ihrem 6:0-Torelauf haben sie schon Eindruck gemacht“, lobte Sport1-Experte Daniel Stephan in der Liveübertragung die Gastgeber. Er hätte die Partie gerne noch spannender gehabt. Wie die BHC-Anhänger übrigens auch. Nur war Kiel eben nicht Göppingen.