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Handball-Bundesliga: BHC verspricht Besserung

Handball-Bundesliga : BHC verspricht Besserung

Nach der Pleite in Leipzig bietet der Handball-Gipfel gegen Gummersbach in Köln am Sonntag gleich die Chance, sich zu rehabilitieren.

Wuppertal/Köln. Dass es die drittgrößte Zuschauereinnahme in der Vereinsgeschichte des Bergische HC wird, wenn der Bergische HC am Sonntag um 15 Uhr in der Kölner Lanxess-Arena den VfL Gummersbach empfängt, steht schon fest. 3800 Karten waren bis gestern für den Bergischen Handball-Gipfel verkauft. „Wir hoffen, dass in den nächsten Tagen noch viele dazukommen, so dass wir unsere erhofften 5000 erreichen“, sagte BHC-Beiratsmitglied Jörg Föste am Donnerstag optimistisch. Die Einnahmen seien schon deshalb vergleichsweise höher als in Uni- und Klingenhalle, weil es durch die Logen ganz andere Vermarktungsmöglichkeiten gebe. Zwölf davon werden gegen den VfL besetzt sein und damit unwesentlich weniger als im Dezember gegen Kiel, als 13 300 Zuschauer die Arena füllten.

Wirtschaftlich hat sich der Umzug, der gegen Kiel im Oktober noch einmal wiederholt wird, aber die Ausnahme bleiben soll, also erneut gelohnt. Ob es auch einen sportlichen Ertrag gibt wie im Jahr 2014 beim Sieg gegen Gummersbach (damals vor 7060 Zuschauern), muss sich am Sonntag zeigen.

„Klar ist, dass wir eine Top-Leistung abrufen müssen, um eine Chance zu haben“, sagt BHC-Trainer Sebastian Hinze. Genau das sei bei der 21:30-Niederlage zum Saisonauftakt in Leipzig nicht gelungen. „Natürlich ist die Frage nach dem Warum interessant, viel wichtiger ist für mich aber, dass wir es am Sonntag wie in der Vorbereitung wieder besser machen.“ Im Training sei in dieser Woche der Elan, genau das zu tun, jedenfalls deutlich zu spüren gewesen. „Allen war klar, was in Leipzig gefehlt hat. Mit einer Abwehrquote von 33 Prozent kannst du nicht gewinnen“, ging Hinze noch einmal auf fehlende Aggressivität in Eins-gegen-Eins-Situationen ein, in die man die Leipziger eigentlich planmäßig gezwungen habe.

Ein weiterer Trainingsschwerpunkt in dieser Woche sei das Angriffsspiel gewesen, das variabler werden müsse. Hinze: „Wichtig ist, die Dinge weiterzumachen, die funktionieren. Gegen Leipzig hat leider wenig funktioniert.“

Ein guter Beginn und dann in entscheidenden Momenten auch das Publikum sollen helfen, dass das Pendel am Sonntag in entscheidenden Phasen zu Gunsten der Gastgeber ausschlägt.

Wie man als Außenseiter Favoriten schlägt, haben am ersten Spieltag Aufsteiger Coburg mit dem Sensations-Sieg in Melsungen oder am Mittwoch die HSG Wetzlar beim Erfolg über Kiel gezeigt.

Trainer Hinze stehen voraussichtlich alle 14 Spieler zur Verfügung, die auch in Leipzig dabei waren. Für die Zugänge Tomas Babak und Uros Vilovski ist es das erste Heimspiel und erst das zweite Bundesligaspiel. „Das kommt, da bin ich sicher“, meinte Hinze bezüglich des Zögerns von Babak, sich in Leipzig freie Würfe auch zu nehmen.

Die große Bühne gewöhnt sind dagegen die Gummersbacher Europameister Carsten Lichtlein, Simon Ernst und Julius Kühn, der auch in Rio beim Bronzemedaillengewinn der deutschen Nationalmannschaft dabei gewesen war.

Neben den bekannten Verdächtigen muss der BHC bei den sehr eingespielten Gummersbach vor allem auf Kévyyn Nyokas aufpassen. Der Zugang aus Göppingen war im ersten Spiel gegen Balingen mit acht Treffern sofort voll eingeschlagen. Ihn auf Halbrechts zu stoppen, wird eine der Aufgaben für die BHC-Abwehrrecken sein. Die wollen es besser als in Leipzig machen.