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Handball-Bundesliga: BHC rutscht durch die 23:27-Niederlage wieder in die Abstiegsregion

Handball-Bundesliga : BHC rutscht durch die 23:27-Niederlage wieder in die Abstiegsregion

Balingen-Weilstetten. Der Bergische HC hat den Dauer-Abstiegskrimi beim HBW Balingen-Weilstetten am Samstagabend trotz Augenhöhe mit dem Bezwinger 23:27 (9:12) verloren. In Hälfte eins fehlte es an der nötigen Konstanz, danach wollte der richtige Konter im Match nicht gelingen.

Weil auch weiterhin nicht gleichmäßiges Niveau geboten wurde und man zu viele Chancen gegen einen immer stärker werdenden Keeper Tomas Mrkva liegen ließ. So wurde beispielsweise aus einem 11:12 (34.) im Nu ein 11:15 (36.). Durch die Niederlage in der erstmals in dieser Saison mit 2350 Zuschauern ausverkauften Sparkassen-Arena sowie dem gleichzeitigen Erfolg von Minden gegen Magdeburg rutschten die Bergischen wieder in die Abstiegsregion der Handball-Bundesliga.

Eine Stunde vor dem Anpfiff war klar, dass Viktor Szilagyi nicht spielen, sondern sich auf seinen Job als Sportlicher Leiter des BHC konzentrieren würde - zu locker war der zuletzt so starke reaktivierte Mittelmann im Gespräch mit Balingens Manager Wolfgang Strobel verwickelt, als dass man einen Einsatz erwarten konnte. So kam es auch, mit Alexander Oelze, Alexander Hermann und Fabian Gutbrod waren dafür drei andere Rückraum-Rechtshänder erstmals nach längerer Pause wieder an Bord.

Aber auch auf der Gegenseite stand im Rückraum eine Menge Qualität: mit dem Regisseur der deutschen Nationalmannschaft, Martin Strobel, oder dem Ex-BHCer Lars Friedrich auf der rechten Seite. Nicht dabei war Pascal Hens, einer von mehreren HBW-Verletzten.

Mit Björgvin Gustavsson zwischen den Pfosten, steckten die Löwen einen schnellen 0:2-Rückstand gut weg. 3:2 hieß es nur kurz darauf, Gustavsson parierte beim 4:3 einen Siebenmeter. Auf beiden Seiten lief der Aufbau keineswegs fehlerfrei, die Gäste fanden zudem immer seltener den richtigen Zug zum Tor. Alex Hermann tat sich im linken Rückraum schwerer als Gutbrod, Balingen selbst wurde vorne effektiver - das 6:4 (17.) war die Belohnung. Beim 6:9 (21.) nahm Trainer Sebastian Hinze die notwendige Auszeit und stellte danach auf siebten Feldspieler um. Mit Erfolg, denn vorne häuften sich nun die Chancen, die von Arnor Gunnarsson und Christian Hoße gut genutzt wurden. Mit dem 8:9 (26.) war die Auszeit der Hausherren erzwungen. Und wieder schlug das Pendel in die andere Richtung aus, schwache Abschlüsse und Abspielfehler ermöglichten HBW zwei Würfe ins leere Tor und eine 12:8-Führung (29.). Mit seiner zweiten Auszeit war Hinze um höhere Konzentration bemüht, es reichte immerhin zum neunten Treffer bis zum Seitenwechsel.

Torschützen für den BHC: Arnor Gunnarsson (6, 3), Moritz Preuss (4), Christian Hoße (4, 1), Fabian Gutbrod (3), Bogdan Criciotoiu (2), Maximilian Hermann (2), Alexander Hermann (1), Tomas Babak (1); bester HBW-Schütze: Yves Kunkel (11, 4), bester Spieler auf dem Feld.