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Bergischer HC verliert Kampfspiel gegen Leipzig knapp

Handbal-Bundesliga : BHC verliert Kampfspiel gegen Leipzig

Bei der Saisonpremiere in der Uni-Halle heißt es nach einem Wechselbad 30:29 für den Tabellennachbarn. Der BHC lässt zu viele Gelegenheiten liegen, um gegen das Top-Team punkten zu können.

Der Bergische HC hat bei der Saisonpremiere in der Wuppertaler Uni-Halle am Sonntag in einem engen Spiel eine unglückliche 29:30 (14:14)-Niederlage gegen Tabellenbachbar SC DHFK Leipzig einstecken müssen. Für den BHC war es nach drei Siegen in Folge zunächst die Unterbrechung einer Erfolgsserie, die aber mit drei weiteren Heimspielen  an gleicher Stelle ab kommendem Sonntag fortgesetzt werden soll. Bis zur Schlusssekunde kämpften beide Teams verbissen um die Punkte, doch bei häufig wechselnder Führung hatte Leipzig das bessere Ende. Die letzten Würfe von David Schmidt und Linus Arnesson konnte die Leipziger Deckung wegblocken.  In der Tabellen zogen die Sachsen wieder vorbei am BHC auf Platz sechs. Die  Löwen sind mit 18:16 Zählern jetzt Achter.

Während Leipzig in seinem ersten Spiel nach der WM-Pause fünf Minuten brauchte, um ins Spiel zu finden, war der BHC nach dem überzeugenden  Auftritt in Minden gleich wieder da. Und wie in Minden war es in der Anfangsphase der Halblinke Lukas Stutzke, der die ersten Stiche setzte. Stutzke traf kurz hintereinander zum 2:0 und 3:0. Doch so einfach machten es die starken Leipziger den Gastgebern danach nicht mehr und hatten den Anfangsrückstand schon nach zehn Minuten gedreht. Regisseur Philipp Weber, bei der WM vielleicht die positivste Erscheinung aus deutscher Sicht, brachte die Sachsen beim 5:4 erstmals in Führung.

Es stockte beim BHC, der vorne nun einige Bälle verwarf. Beim 8:6 hatten die Leipziger sogar die Chance, auf drei Toren wegzuziehen, doch endlich bekamen die Gastgeber wieder Zugriff und Christopher Rudeck im Tor Bälle zu halten. Arnor Gunnarsson verkürzte nach zwei Fehlversuchen. Als dann auch der anfangs für Stutzke auf der Bank sitzende Fabian Gutbrod seinen ersten Volltreffer  setzte, lag der BHC beim 12:11 wieder vorn. Doch es blieb die erwartet enge Auseinandersetzung zweier qualitativ starker Teams, in der kleine Nachlässigkeiten reichten, um den jeweiligen Gegenüber wieder zurückschlagen zu lassen. So stand es zur Pause dann irgendwo leistungsgerecht 14:14.

Ein ähnliches Wechselspiel entwickelte sich nach der Halbzeit. Diesmal hatte Leipzig über den starken Kreisläufer Maciej Gebala den besseren Start, legte zwei Treffer vor. Doch der BHC, bei dem nun Tomas Mrkva für Christopher Rudeck zwischen den Pfosten stand, kam zurück, ging durch Csaba Szücs, der die erste Welle mitlief, mit 18:17 in Front.

Leider machte der BHC nach Ballgewinnen offensiv zu viele kleine Fehler, um lange daran Freude haben zu können, auch die Anspiele an den Kreis auf Max Darj, der viel besser verteidigt wurde als zuletzt in Minden, funktionierten nicht. Gut, dass Tomas Mrkva nun zu großer Form auflief, sonst hätte Leipzig in dieser Phase einen nennenswerten Vorsprung herauswerfen können. Daran bauten sich auch die Löwen-Angreifer wieder auf. Übers Tempospiel erzielte Arnor Gunnarsson sogar wieder eine Zwei-Tore-Führung für den BHC. Es war die Phase, die BHC-Trainer Sebastian Hinze nachher wegen leichtfertig vergebener Chancen und technischer Fehler am meisten bedauerte.

Leipzig kam besser in die Schlussphase, zog wieder auf zwei Tore davon.  Der BHC zog schon die fünfte Zeitstrafe, kompensierte das aber mit großem Kraftaufwand und kam immer wieder auf ein Tor heran. In der Schlussminute bot sich doch noch die Chance zum Ausgleich. „Der letzte Pass auf David Schmidt war leider nicht genau genug, so dass er Nachfassen musste“, entschuldigte Hinze, warum es trotz planvoll aufgezogenen Spielzugs doch nicht ganz zum Punktgewinn gereicht hatte und zollte dem Gegner großen Respekt.