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Bergischer HC probiert im Test gegen Nordhorn viel aus

Handball : BHC probiert viel gegen Nordhorn

Vor dem Meisterschaftsstart gelingt beim 29:29 gegen den Bundesliga-Rivalen noch nicht alles.

Im einzigen Vorbereitungsspiel vor dem Auftakt in die Restrunde der Handball-Bundesliga trennte sich der Bergische HC am Freitag mit 29:29 (15:16) von der HSG Nordhorn-Lingen. Sebastian Hinze probierte viele Formationen aus, zeigte sich aber nur phasenweise zufrieden. „Wir wollten sehr seriös spielen. Es gab aber Situationen, in denen uns das nicht konstant gelungen ist“, meinte der BHC-Trainer und beschrieb: „Auf zwei gute Aktionen folgte dann zum Beispiel eine, die zum Ballverlust führte.“

David Schmidt war der einzige Rückraum-Linkshänder, der Hinze zur Verfügung stand. Der WM-Rückkehrer spielte in den ersten 15 Minuten und erzielte einen Treffer. Dann testete der Coach Alternativen. Bis zur Halbzeit trat mit Lukas Stutzke ein Rechtshänder auf der rechten Rückraumseite an, nach der Pause ging Rechtsaußen Arnor Gunnarsson auf die für ihn ungewohnte Position. Der mit 1,80 Metern nicht gerade für den Rückraum prädestinierte Isländer machte seine Sache gut und erzielte eines seiner beiden Tore sogar aus der Distanz. „Uns kam zugute, dass Nordhorn in der zweiten Hälfte auch offensiv gedeckt hat“, sagt Hinze.

Gute zehn Minuten vor der Pause hatten die Löwen mit der taktischen Variante des siebten Feldspielers agiert. „Das hat mir ganz gut gefallen, aber wir haben gleich die ersten beiden freien Chancen liegenlassen“, meinte der Trainer. So gingen die Nordhorner mit einem 16:15-Vorsprung in die Pause. Nach Wiederbeginn erarbeitete sich der Gegner sogar eine 27:23-Führung. „Gut fand ich dann, dass wir am Ende noch die Chance zum Sieg haben“, sagte Hinze. Beim 29:28 ging der Ball allerdings verloren, und Nordhorn konterte zum Ausgleich. Im letzten Angriff brachten die Löwen den Ball nicht mehr im Tor unter.

Im Innenblock teilten sich Csaba Szücs, Tom Bergner und Tom Kare Nikolaisen die Einsatzzeit. „Tom Bergner hat es sehr gut gemacht. Er war stabil und hatte eine gute Beinarbeit“, meinte Hinze über den 20-Jährigen. „Im Angriff hätte er noch die eine oder andere Aktion mehr setzen können.“ Szücs machte nach überstandenen Leistenproblemen einen guten Eindruck, Nikolaisen spielte ebenfalls ordentlich, sah kurz vor Schluss für ein Foulspiel aber die Rote Karte. „Kann man pfeifen“, urteilte Hinze. 

BHC: Rudeck (1), Mrkva -  Boomhouwer (5/3), Arnesson (3), Thomas (3), Gunnarsson (2), Babak (2), Szücs (2), Gutbrod (2), Bergner (2), Damm (2), Fraatz (2, 1), Nikolaisen (1), Stutzke (1), Schmidt (1), Leppich, Schmitz.