Handball-Bundesligist geht davon aus, dass das Terminchaos in der Liga bald ein Ende hat BHC plant für Berlin-Spiel in Düsseldorf

Wuppertal/Düsseldorf · Handball-Bundesligist geht davon aus, dass das Terminchaos in der Liga bald ein Ende hat

 BHC-Trainer Sebastian Hinze vom Bergischen HC ballt die Fäuste nach einem Treffer.

BHC-Trainer Sebastian Hinze vom Bergischen HC ballt die Fäuste nach einem Treffer.

Foto: dpa/Jonas Güttler

Am Terminchaos im Anschluss an die Länderspielreisen seiner Nationalspieler hat die Handball-Bundesliga wohl noch etwas länger zu knabbern: An den vergangenen zwei Spieltagen mussten allein zehn Spiele wegen Coronafällen verlegt werden. Wie viele weitere hinzukommen, ist noch nicht  absehbar, da sich beispielsweise Minden mit seinem Team noch  fast zwei Wochen in Quarantäne befindet – und Melsungen noch bis zum 24. November. Dass der Bergische HC am kommenden Samstag wie geplant sein Heimspiel gegen die Füchse Berlin austragen kann, da ist BHC-Geschäftsführer Jörg Föste allerdings zuversichtlich, auch wenn sich die Berliner nach zwei Coronafällen noch in selbstverordneter Quarantäne befinden.

„Wir gehen fest davon aus“, sagte Föste, der darauf hinweist, dass ab sofort wieder die ligaintern getroffene Vereinbarung gelte, dass Spiele nur abgesagt werden könnten, wenn die Hälfte einer Mannschaft ausfällt. Für die Länderspielphase hatte man sich darauf geeinigt, dass eine Absage schon ab dem Ausfall von zwei Spielern möglich sei.

PCR-Corona-Tests sind für die Liga weiter das Mittel der Wahl. So werden die Berliner Spieler ganz regulär an diesem Montag und am Mittwoch noch einmal getestet. „Wir sind mit Berlin in ständigem Kontakt, danach können wir sicher sagen, ob gespielt wird“, sagt Föste. Die Anwurfzeit um 18.30 Uhr ist der TV-Übertragung geschuldet, weil diese Zeit eine von zwei Handball-Sendeplätzen von Sky am Samstagabend markiert.

Für den BHC wird es nach dem Spiel am vergangenen Sonntag gegen Kiel (27:32) die zweite Partie in Serie im ISS Dome in Düsseldorf sein, auch wenn Zuschauer auf unabsehbare Zeit nicht zugelassen sind. „Wir zeigen damit unsere Solidarität mit unserem Partner Sportstadt Düsseldorf“, betont Jörg Föste. Die restlichen Heimspiele des Jahres trägt der BHC dann aber wieder in der Solinger Klingenhalle aus, wo mit bewährtem Coronaschutzkonzept der Aufwand geringer ist. Nach der WM-Pause soll ab Februar dann die Wuppertaler Uni-Halle für den Rest der  Saison der Heimspielort des BHC werden. Früher hatte es einen steten Wechsel der Spielorte gegeben, das macht nun aber ohne Zuschauer wenig Sinn, zumal die für den Spieltagsaufbau nötigen Mittel stets hin und her transportiert werden müssen.

Vorsichtshalber hatte der BHC schon vor Saisonbeginn angekündigt, dass er angesichts von Corona von einer sogenannten Mediensaison ausgehen würde. „Wir haben bisher keine Einzelkarte verkauft. Alles andere wäre eine Zugabe für uns“, so Föste.

Auch gegen Melsungen müsste gespielt werden können

Allerdings hatte der BHC 950 so genannten Stammblätter verkauft. Das sind Dauerkarten zum alten Preis, der den Käufern auch für die Zukunft garantiert wird. Auf 950 Zuschauer war auch das urspüngliche Hygienekonzept für die Klingenhalle ausgerichtet, ehe durch Corona-Inzidenzwerte weit jenseits der von der Politik als Grenze bestimmten 35  generell alle Fans ausgeschlossen worden sind. Auch für die Uni-Halle würde eine ähnliche Zahl realistisch sein.

Nun aber schaut der BHC erst einmal in die nahe Zukunft – und da steht mit Melsungen auch der nächste Gegner unter Quarantäne. „Die würde meines Wissens einen Tag vor dem Spiel enden. Wir gehen also davon aus, dass auch dort gespielt werden könnte“, sagt Jörg Föste.

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