Wuppertaler SV: WSV-Quartett offiziell verabschiedet

Wuppertaler SV : WSV-Quartett offiziell verabschiedet

Vier Spieler sind schon weg, weitere Abschiede dürften beim Wuppertaler SV in den nächsten Wochen folgen.

Gedanklich wollte sich Jan-Steffen Meier noch nicht damit beschäftigen, dass es sein letztes Ligaspiel für den WSV gewesen war. „Nächste Woche gibt es ja noch das Pokalfinale. Dafür haben wir lange gekämpft und darauf konzentriere ich mich jetzt“, sagte Meier, der wie auch Kapitän Gaetano Manno (sechs Jahre beim WSV), Peter Schmetz (fünf) und  Silvio Pagano (vier) vor dem Spiel verabschiedet worden war. Meier hat zwar noch Vertrag, will aber eine Ausbildung bei der Landespolizei beginnen. „Das passt nicht mit Regionalliga-Fußball, wenn ich für Lehrgänge zum Teil vier Wochen weg bin.“

Mit Silvio Pagano will Karsten Hutwelker in zwei, drei Wochen noch einmal sprechen, genauso wie kurzfristig mit allen anderen Spielern. „Bisher hat mir sonst noch keiner signalisiert, dass er definitiv weg will, deshalb gab es heute auch keine weiteren Abschiede“, so Hutwelker. Dass von der Mannschaft, die am Samstag auf dem Platz stand, nicht allzu viele gehalten werden dürften, gilt aber als wahrscheinlich. Im Aufgebot fehlte nur Meik Kühnel, der wegen einer Wadenverletzung nicht einsatzfähig war, bis kommende Woche aber wieder fit sein will.

Einspielen für Uerdingen - das galt vor allem auch für Peter Schmetz, für den es der erste Einsatz von Beginn an seit Wochen war. „Ich brauche links in der Dreierkette einen Linksfuß“, begründete Hutwelker die Nominierung des 28-Jährigen, dem die mangelnde Spielpraxis in einigen Szenen anzumerken war. Unglücklich sah Schmetz etwa beim 4:2 aus, als er an der Strafraumgrenze mit langen Beinen gegen den heranstürmen Kaan Caliskaner grätschte, der Schuss von Caliskaner aber so noch unhaltbar für Sebastian Wickl abgefälscht wurde. Wickl war es  zu verdanken, dass die Niederlage am Ende nicht noch höher ausgefallen war. Schon vor dem 2:2 hatte er mit tollem Reflex gegen einen Kopfball von Lucas Nottbeck aus nächster Nähe gehalten. Beim 2:2 sah allerdings auch er nicht glücklich aus. Den Kölner Schuss schien er schon pariert zu haben, doch der hart geschossenen Ball fiel von seinem Arm hinter die Linie. „Nächste Woche brauchen wir definitiv mehr Spielglück“, schloss Karsten Hutwelker.

(gh)
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