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Wuppertaler SV will Kletterpartie fortsetzen

Fußball : WSV will Kletterpartie fortsetzen

Nach zwei Siegen in Folge erwartet der Fußball-Regionalligist am Samstag den SV Rödinghausen. Der hat zwar einen Umbruch hinter sich, aber dennoch eine gestandene Mannschaft. Dass keine Zuschauer im Stadion sein dürfen, ist ein Handicap fürs Heimteam.

Es wird eine neue Herausforderung für die Spieler von Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV. Zum ersten Mal müssen sie am Samstag im Heimspiel gegen den SV Rödinghausen ganz ohne Zuschauer auskommen. Auch wenn es in den bisherigen Partien im Stadion am Zoo gegen Ahlen, Düsseldorf, Münster und Oberhausen nur 300, 490, 575 und 564 gewesen waren, hatten die doch für eine gute Stimmung gesorgt. „Es ist sehr schade, die Unterstützung auch zuletzt auf Schalke hat uns sehr gut getan, aber wir mussten damit rechnen, dass so etwas passieren kann“, sagt Mittelstürmer Gianluca Marzullo, mit vier Treffern aus acht Spielen bester Schütze des derzeitigen Tabellen-Achten, zum Fehlen der Fans.

Trotzdem ist er optimistisch, dass die Mannschaft auch gegen Rödinghausen erfolgreich sein kann. „Wenn wir unser Spiel über 90 Minuten auf den Platz kriegen und wieder jeder für jeden arbeitet, kann es gelingen“, hofft Marzullo, dass die Mannschaft nach zuletzt zwei Siegen in Folge in der Erfolgsspur bleiben kann. „Wir gucken grundsätzlich nach oben“, sagt er bezogen auf die Tabellensituation. Mit dem Abstiegskampf habe man, anders als in der vergangenen Saison, ohnehin nichts zu tun haben wollen.

Die personellen Möglichkeiten, die Trainer Alexander Voigt jetzt zur Verfügung stehen, sind auch ungleich größer, der Stamm der Mannschaft wurde namhaft ergänzt. „Der Trainer hat im Moment die Qual der Wahl, und egal wen er bringt, der bringt Leistung“, nennt Marzullo einen entscheidenden Unterschied zur Vorsaison. In der Offensive ist beim WSV mit inzwischen elf Stürmertoren ohnehin viel Qualität vorhanden und auch die Defensive - mit schon 15 Gegentoren nach der der Sportfreunde Lotte (18) noch die schlechteste der Liga, hat sich zuletzt stabilisiert, blieb gegen Oberhausen ohne Gegentor und kassierte auf Schalke eins. „Wir machen weniger einfache Fehler“, sagt der Sportliche Leiter Stephan Küsters und betont, dass man auch ohne Zuschauer gegen Rödinghauen wie eine Heimmannschaft auftreten wolle

Stürmertausch mit RWE: Wirtz kam für Top-Torjäger Engelmann

Von Vorteil könnte für den WSV sein, dass er im Spielrhythmus ist, bisher alle seine acht Spiele hat austragen können und in den vergangenen zwei Wochen ohne Mittwochsspiel hatte Kraft schöpfen können. Rödinghausen, Tabellen-Zwölfter mit neun Punkten, hat bisher sieben Mal gespielt. Die jüngste Partie gegen Homberg war wegen Corona ausgefallen, so dass die Gäste nach zweiwöchiger Punktspielpause nach Wuppertal kommen. Die Mannschaft ist noch schwer einzuschätzen, hat nach Platz eins im vergangenen Jahr - damals verzichtete der Verein auf die Aufstiegschance, wichtige Spieler abgegeben. Unter anderem Liga-Top-Torschütze Simon Engelmann, der nach Essen wechselte. Von dort kam im Gegenzug Ex-WSVer Enzo Wirtz, der nach zwei Jahren bei RWE eine neue Herausforderung sucht. Er bekommt auch viele Einsatzminuten, blieb bisher aber noch ohne Torerfolg. Ein Wiedersehen gibt es am Samstag auch mit den Ex-WSVern Daniel Flottmann und Angelo Langer, die zu den Konstanten im Team gehören. Gewechselt hat auch der Trainer. Für Erfolgscoach Enrico Maßen, der zur U 23 von Borussia Dortmund gegangen ist, kam Nils Drube, der zusammen mit Julian Nagelsmann 2016 die Fußball-Lehrer-Lizenz gemacht hat.

„An ihrem Spielstil werden sie wenig geändert haben, die spielen Männerfußball“, sagt Gianluca Marzullo. Insofern werde es sicher ein ganz anderes Spiel als gegen Schalke - nicht nur wegen der Zuschauer-Abstinenz.