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Wuppertaler SV: Wiedersehen mit Kevin Hagemann im Stadion am Zoo

Fußball : Wiedersehen mit Hagemann

Der Wuppertaler SV trifft am Mittwochabend im Stadion am Zoo auf die U23 von Fortuna Düsseldorf.

Die Regionalliga-Rallye nimmt Fahrt auf für den Wuppertaler SV. Vier Tage nach dem 2:2 in Lippstadt sind die Wuppertaler am Mittwoch im Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf bereits wieder gefordert und wollen nach ihrem bisher zufriedenstellenden Start mit vier Punkten möglichst in der Erfolgsspur bleiben. Düsseldorf kommt allerdings mit dem Rückenwind eines 4:0 ins Stadion am Zoo, wo zum Anstoß am Mittwochabend um 19.30 Uhr erstmals wieder bis zu 1020 Zuschauer zugelassen sein werden. Das hat der WSV allerdings zunächst auf Dauerkarteninhaber beschränkt.

„Ich habe zwar ein, zwei Ideen, große Änderungen in der Formation wird es allerdings nicht geben“, sagte WSV-Trainer Alexander Voigt, der mit den bisherigen Auftritten seiner Mannschaft größtenteils zufrieden war. Dass sie in der zweiten Halbzeit in Lippstadt zu tief gestanden habe, hätten die Spieler in der Analyse selbst so gesehen und bekannt, dass sie sich wohler fühlen, wenn sie früher angreifen. „Das soll auch die Marschroute für die nächsten Spiele sein und möglichst auch über mehr als 60 Minuten“, so Voigt.

Personell hat er den gleichen Kader wie in Lippstadt zur Verfügung. Tolga Cokkosan und Tim Wendel arbeiten nach ihren Muskelverletzungen noch an der Rückkehr, Kevin Pytlik fühlt sich nach wie vor krank. Ein Coronatest bei ihm ist aber zum Glück negativ ausgefallen.

Fortuna weiß die bisherige Leistung gut einzuschätzen

Bei Düsseldorf, das den WSV in der vergangenen Jahr im Stadion Zoo mit 3:0 eingeseift hatte, gibt es das Wiedersehen mit Kevin Hagemann. Ein anderer Stürmer hatte allerdings zuletzt in Hoberg für Furore gesorgt. Der erst 19-Jährige, 1,86 Meter große Tim Bornemann schnürte einen Dreierpack. „Er ist schon sehr weit, aber wir werden bestimmt nicht nur auf ihn aufpassen müssen“, sagt Alexander Voigt, der umgekehrt selbst auf einen guten Offensivblock mit Studtrucker, Marzullo, Ametov und Erwig-Drüppel baut, die bisher an allen drei Toren beteiligt waren.

Bei der Fortuna weiß man die Leistung der vergangenen Wochen wohl einzuschätzen. Rein optisch ist für die U23 von Fortuna Düsseldorf der Saison-Start geglückt. Allerdings müssen sowohl Aufsteiger SV Straelen als auch der VfB Homberg eher zum Souterrain der Tabelle gezählt werden. Beim 4:0 gegen die durch Verletzungen obendrein arg dezimierten Gäste vom linken Duisburger Rheinufer erzielte der 19-jährige Timo Bornemann gleich drei Treffer. „Vergangene Woche noch hat ihm das Quäntchen Glück gefehlt“, meinte Trainer Nico Michaty und fügte dann hinzu: „Die vier Zähler zum Auftakt tun gut. Denn jetzt warten auf uns große Kaliber.“

Am Mittwochabend würde außer Bornemann natürlich auch Kevin Hagemann gerne treffen. Von 2016 bis 2019 gelangen dem inzwischen 29-Jährigen in 83 Spielen für den WSV 18 Treffer sowie 20 Tor-Vorlagen, im Trikot der Fortuna sind es in bislang 23 Partien vier plus vier. Als Lautsprecher aber gilt Hagemann nicht und genau in dieser Hinsicht hat Trainer Michaty ein Manko seines Kaders ausgemacht. „Wir sind noch viel zu lieb und brav. Wir müssen mehr Robustheit sowie Präsenz entwickeln und uns deutlich mehr wehren“, erklärte der 46-Jährige.

Eine Aufgabe, die vor allen anderen von Oliver Fink erfüllt werden soll. Zwar ist der Bayer auch eher ein stiller Typ, durch Alter sowie Erfahrung als Anführer jedoch prädestiniert und zudem eine absolute Identifikationsfigur. Seit 2009 bestritt Fink für die Fortuna 273 Profi-Partien, mit jetzt 38 Jahren tritt er als „Viertligist“ ein wenig kürzer. „Von Oli erwarte ich dennoch, dass er vorangeht“, meinte Michaty. Gesagt, getan - Fink holte sich in beiden Spielen die gelbe Karte ab. Für den zentralen Mittelfeldspieler macht es bei seiner Professionalität keinen Unterschied, in welcher Liga und gegen welchen Verein er spielt. Statt HSV heißt es heute eben WSV.