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Wuppertaler SV spielt fast 90 Minuten in Unterzahl und verliert 0:3

Fußball : WSV verliert mit Handicap

Mit großen Hoffnungen war der Wuppertaler SV am Mittwochabend in sein drittes Saisonspiel gegen Fortuna Düsseldorf gestartet. Doch die bekamen schon nach vier Minuten einen entscheidenden Dämpfer.

Rote Karte gegen Yannick Geisler und Elfmeter für Düsseldorf, den der Ex-Wuppertaler Kevin Hagemann zum 1:0 für die Gäste verwandelte. Damit waren die Voraussetzungen für einen erfolgreichen WSV-Abend schon denkbar schlecht, und obwohl man den Wuppertalern nicht vorwerfen konnte, nicht alles versucht zu haben, stand am Ende doch eine 0:3 (0:2)-Niederlage, womit die Mannschaft nach drei Spieltagen mit vier Punkten im Tabellenmittelfeld steht.

Vor 490 Dauerkarteninhabern im Stadion am Zoo - in den vergangenen Tagen waren nach der Lockerung der 300er Beschränkung noch 190 Saisontickets verkauft worden - bot Trainer Alexander Voigt zum dritten Mal die gleiche Startaufstellung auf. Der am Dienstag verpflichtete Stürmer Marco Königs saß zunächst auf der Bank. Die Verletzten Tolga Cokkosan, Tim Wendel und der kranke Kevin Pytlik waren allerdings noch nicht zurück im Kader.

Nach vier Minuten war die Startaufstellung dann bereits gesprengt. Der WSV wollte hinten rausspielen, Torwart Lübcke wurde dabei von einem Düsseldorfer attackiert, spielte zu kurz nach vorne und Yannick Geisler - zuvor noch mit einem schönen Steilpass auf Gianluca Marzullo aufgefallen - war der Pechvogel. Er stocherte gegen Phil Sieben im Strafraum, und Schiedsrichter Tobias Severins sah darin ein rotwürdiges Foul und eben Elfmeter.

Der WSV wehrte sich, suchte auch in Unterzahl weiter den Weg nach vorne und wäre fast belohnt worden, als Studtrucker kurz darauf per Kopf den Pfosten traf. Doch kurz darauf der zweite Dämpfer für den WSV. Eine Ecke köpfte Düsseldorfs stämmiger Verteidiger Boris Tomiak ins lange Eck. Das konnte auch der einzige Große in der WSV-Abwehr, Tjorben Uphoff, nicht verhindern, zumal er bei Standards auch auf Ex-Profi Oliver Fink achten musste.

Voigt stellte danach auf Dreierkette um, opferte dafür Rechtsverteidiger Semir Saric, der bis dahin gegen den flinken Kevin Hagemann gut ausgesehen hatte, und brachte Mittelfeldspieler Daniel Grebe und nach der Pause dann erstmals den langen Stürmer Königs für Beyhan Ametov.

Den nächsten Treffer markierten aber wieder die Düsseldorfer und machten mit dem per Hacke erzielten 3:0 von Torjäger Timo Bornemann spätestens nach 54 Minuten alles klar.

Es blieb ein unglücklicher Abend, übrigens nicht nur für den WSV, der sich genauso redlich wie erfolglos weiter um den Anschlusstreffer bemühte. Königs scheiterte per Kopf nur ganz knapp am Torwart. Schiedsrichter Severin musste zur Halbzeit mit Kreislaufproblemen in der Kabine bleiben und wurde durch seinen bisherigen Assistenten Florian Exner, seines Zeichens Drittliga-Schiedsrichter, ersetzt.

Ab Donnerstag gilt der Blick von Trainer Voigt bereits dem Spiel bei Fortuna Köln, das schon am Samstag folgen wird. Die organisatorisch Verantwortlichen beim WSV werden sich dagegen Gedanken machen, wie sie das Stadion in einer Woche im Mittwochsspiel gegen Münster mit den 1020 Zuschauern, die das Hygienekonzept erlaubt, füllen können - oder sogar mit einigen Fans mehr, die nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten, dass jeder dritte Sitzplatz besetzt werden dürfe, möglich wären.