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Wuppertaler SV rückt auf Platz neun vor

Fußball-Regionalliga : WSV rückt auf Platz neun vor

Das 4:0 in der Nachholpartie gegen den FC Wegberg-Beeck war am Mittwoch schon der achte Heimsieg nach dem Winter. Der Erfolg war verdient, fiel aber zu hoch aus.

Drittes Heimspiel innerhalb von acht Tagen für den Wuppertaler SV, doch die Mannschaft zeigte am Mittwochabend keine Ermüdungserscheinungen. Durch einen 4:0-Erfolg in der Nachholbegegnung gegen den Tabellen-15. FC Wegberg-Beeck gelang dem Fußball-Regionalligisten der Sprung auf Rang neun, womit man erstmals seit der Frühphase der Saison wieder einen einstelligen Tabellenplatz belegt. Die Bilanz nach der Winterpause lautet acht Heimsiege in neun Begegnungen und 32 Punkte aus 15 Spielen.

 Trainer Björn Mehnert ließ die gleiche Elf beginnen wie am vergangenen Samstag beim 2:0 gegen Kölns U 21. Innenverteidiger Kevin Pytlik, der nach Gelb-Sperre zurück  war, saß genauso zunächst auf der Bank wie Torjäger Marco Königs.

Auch wenn der Abstiegskampf seit Montag für Wegberg kein Thema mehr ist, weil mangels Aufsteigern aus der Oberliga auch nur ein Team absteigen wird, machten die Gäste zu Beginn keineswegs den Eindruck, als ob sie die Punkte ohne Gegenwehr am Zoo lassen wollten. Erwartet kompakt störten sie den WSV beim Spielaufbau, und der kam etwas schwerer in die Gänge.

Doch der WSV hatte ja Zeit und wurde von Minute zu Minute zwingender. Nach 23 Minuten fiel nach einem Angriff über die rechte Seite die Führung für die Gastgeber. Beyhan Ametov gab von rechts schön herein. Etwa am Elfmeterpunkt nahm Semir Saric den Ball technisch sauber an, ließ mit einer Verzögerung seinen Gegenspieler ins Leere laufen und schloss überlegt ins rechte Eck ab. Schon das sechste Tor des 23-Jährigen, der auf der zentralen offensiven Position im Mittelfeld schon in den vergangenen Wochen zu den auffälligsten WSVern gehört hat. Später sah er seine fünfte Gelbe Karte und wird am Samstag in Lotte fehlen.

„Alle können sich für einen neuen Vertrag zeigen“, hatte Mehnert zuletzt wiederholt betont. Als neues Schaufenster könnte sich die Niederrheinpokal auftun, nachdem vorgesehen ist, ihn nur mit den sieben ranghöchsten Mannschaften – den Drittligisten Uerdingen und Duisburg sowie den Regionalligisten Essen, Oberhausen, Homberg, Straelen  und Wuppertal -  zu Ende zu spielen. Bei allen anderen ist schließlich noch gar nicht absehbar, wann sie überhaupt wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können, ganz abgesehen davon, dass es für sie keinen Meisterschaftsbetrieb mehr geben wird.

In der aktuellen Form dürfte es für den WSV noch ein spannender Wettbewerb werden. Gegen Wegberg behielt die Elf auch nach dem 1:0 die Spielkontrolle ohne dabei übermäßig aufs Gaspedal zu drücken. Nur drei Spieler der aktuellen Startelf hatten auch beim 1:2 im Hinspiel in Wegberg auf dem Feld gestanden. Das andere Gesicht zeigte die Mannschaft aber nicht nur personell, sondern auch von der Spielidee her. Klasse herausgespielt das 2:0 kurz vor dem Halbzeitpfiff. Rechtsverteidiger Lars Bender  spurtete durch zur Grundlinie und legte zurück auf Beyhan Ametov, der den Ball aus elf Metern direkt  unter die Latte setzte. Damit zog er in der internen Schützenliste mit ebenfalls acht Saisontoren mit Marco Königs gleich. 

Königs kam nach der Pause, doch zunächst bettelte der WSV regelrecht um ein Gegentor, war zu passiv, während Wegberg noch einmal aufdrehte. Aber die Null hinten blieb mit Glück und Geschickt stehen und vorne erzielte Saric mit einem fulminanten Freistoß aus spitzem Winkel noch das 3:0 (77.) und der eingewechselte Burak Gencal sogar das 4:0.