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Wuppertaler SV muss bei der Chancenverwertung noch nachlegen

Fußball-Vorbereitung : WSV muss bei Chancenverwertung noch nachlegen

Vor dem Start ins Trainingslager siegen die Wuppertaler gegen Oberligist Ratingen mit 1:0. Was dabei auffiel und was Pokalgegner Bochum macht . . .

Wie ist die Form des Wuppertaler SV zwei Wochen vor dem DFB-Pokal-Knüller gegen den VfL Bochum? Davon wollten sich am Samstag im Stadion am Zoo 300 Zuschauer überzeugen und sahen beim 1:0 (1:0)-Testspielerfolg gegen den klassentieferen Oberligisten Ratingen 04/19 eine Mannschaft, die überlegen agierte, gute Passagen hatte, aber zu nachlässig mit ihren Chancen umging.

Trainer Björn Mehnert zeigte sich dennoch „relativ“ zufrieden: „Heute wollten wir den Schwerpunkt auf die Arbeit gegen den Ball legen. Wir haben uns viele Chancen herausgearbeitet, hatten viel Ballbesitz, das war in Ordnung.“ Im einwöchigen Trainingslager in Willingen werde man nun die Gelegenheit haben, noch an vielen Dingen zu arbeiten. Mehnert: „Ich bin froh, die Jungs mal eine Woche lang 24/7 zusammen zu haben.“ Einzig Abwehrchef Christopher Schorch wird nicht mitfahren. Nach seiner Hand-Operation konnte er immer noch nicht ins Individualtraining einsteigen. So wünscht sich Mehnert am ehesten noch in der Abwehr eine Verstärkung. Dort hat er mit Noah Salau und Kevin Pytlik ein für das junge Alter bereits recht erfahrenes Innenverteidiger-Duo, dazu den 20 Jahre alten Durim Berisha. Am Ende durfte noch Dominik Bilogrevic auf dieser Position spielen.

„Wir schauen uns weiter um, sind aber zum jetzigen Zeitpunkt zufrieden mit dem Kader“, hatte der Sportliche Leiter Stephan Küsters der WZ gesagt, nachdem in der vergangenen Woche mit Felix Backszat noch ein erfahrener Mittelfeldspieler verpflichtet worden war. „Backa“ durfte gegen Ratngen in der zweiten Halbzeit für Kevin Pires ran, zeigte seine fußballerischen Qualitäten und versuchte schon zu organisieren, muss aber die Bindung zu seinen Mitspielern noch finden.

Am eingespieltesten wirkt bereits die linke Seite mit Niklas Heidemann und Kevin Hagemann. Kein Zufall, dass auch der einzige Treffer über diese Seite fiel. Beide leiteten mit ein, und Hagemann vollstreckte dann auch, als in der Mitte der Schuss des im Mittelfeld emsigen Jannis Kübler abgeblockt wurde. Gerade im Mittelfeld dürfte es spannend werden, wie Mehnert die Kräfte zusammenfügt. Da ist ja auch Semir Saric stark im Rennen, der eine super Rückrunde gespielt und am Samstag wieder ein riesen Laufpensum - nach vorne wie nach hinten - gezeigt hat. Nach der Pause hatte auch der junge Niklas Fensky freche, technisch starke Aktionen, etwa bei seinem Doppelpass mit dem eingewechselten Phillip Aboagye, der genau wie Xhuljo Tabaku auf Außen gute Szenen hatte. Spannend dürfte auch noch der Konkurrenzkampf auf der Mittelstürmerposition zwischen Marco Königs und Roman Prokoph sowie rechts in der Viererkette zwischen Moritz Montag und Philipp Hanke werden. Alle vier setzte Mehnert am Samstag für jeweils 45 Minuten ein.

„Erst einmal war es unser erstes Spiel zu Null in der Vorbereitung. Natürlich hätten wir uns einen höheren Sieg gewünscht. Auch ich hätte treffen können, vielleicht sogar müssen. Demensprechend bin ich so halb zufrieden“, sagte Prokoph. Wichtig sei, im Trainingslager als Mannschaft noch mehr zusammenzuwachsen. „Wir werden viel Zeit miteinander verbringen. Darauf freue ich mich am meisten. Aber dann geht es ja auch schon los Richtung Bochum.“

Der VfL ist am Wochenende aus seinem Trainingslager in Tirol zurückgekehrt. Dort hätte nach dem 1:0 gegen den italienischen Zweitligisten Parma vom Mittwoch am Samstag der Test gegen den FC Turin aus der Serie A angestanden. Doch Turin sagte wegen eines Coronafalls im Bochumer Team ab.