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Wuppertaler SV kassiert im Test gegen Hilden die erste Niederlage

Fußball : WSV kassiert erste Niederlage

Vor 200 Zuschauern am Gelben Sprung heißt es gegen den gut spielenden Oberligisten VfB Hilden 0:1. Dabei bringt der WSV eine erfahrene Regionalliga-Mannschaft auf den Platz. Die Spritzigkeit fehlt aber noch.

Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat im vierten Testspiel der Vorbereitung die erste Niederlage kassiert. Nach einwöchiger Trainingsunterbrechung unterlag die Mannschaft am Sonntag vor rund 200 Zuschauern am Gelben Sprung dem mutig und kompakt auftretenden Oberligisten VfB Hilden mit 0:1 (0:1). Zwar hatte der WSV durchaus Chancen auf den Ausgleich oder auch einen Sieg,  konnte daraus aber kein Kapital schlagen.

Der Sportliche Leiter Stephan Küsters und Sportvorstand Thomas Richter sprachen dennoch von einem guten Test gegen einen guten Gegner, aus dem man viele positive Erkenntnisse ziehen könne. Zu berücksichtigen sei, so Küsters, dass die Mannschaften nach der Unterbrechung erst  einmal - am Tag zuvor - zusammen trainiert habe.  Auch Ex-WSVer Marc Bach, in der letzten Saison noch Trainer der Hildener, bemerkte als Beobachter: „Das Ergebnis darf man nicht überbewerten, genauso wenig wie unser 1:1 gegen Alemannia Aachen am Samstag.“ Mit seiner neuen Mannschaft, Oberligist TVD Velbert, hatte Bach dem von Stefan Vollmerhausen trainierten Regionalligisten bei großer Hitze einen großen Kampf geliefert.

Heiß war es auch am Gelben Sprung, wenngleich man 11 Uhr als Anstoßzeit gewählt hatte und die Sonne sich meist hinter Schleierwolken versteckte. Der WSV begann dennoch wie die Feuerwehr und mit einer Mannschaft, die man sich zum Großteil auch als Startelf für die Regionalliga vorstellen könnte. Dazu gehörten die Zugänge Jonas Erwig-Drüppel und Tim Wendel genauso wie die zuletzt angeschlagenen Marwin Studtrucker und Yannick Geisler. Insbesondere Wendel, der erst kürzlich zum Team gestoßen war und  seit März nur individuell trainiert hatte, war der körperliche Rückstand  anzumerken. Im Tor stand erstmals Daniel Szczepankiewicz. Er ärgerte sich besonders über das 0:1 nach 24 Minuten, als ihm nach einem Schrägschuss von VfB-Stürmer Nick Hellenkamp ins lange Eck der Ball durch die Hände rutschte. Sicher nicht unhaltbar, der Fehler war aber schon vorher passiert, als ein Ball aus der Abwehr in den Beinen eines Hildeners landete. „Wir sollten hinten `rausspielen, da muss man solche Fehler mal in Kauf nehmen“, meinte Tim Wendel dazu später. Mit einer Raute und 4-4-2 im Mittelfeld hatte der WSV dazu auch Neues ausprobiert.

Die erste Großchance hatte nach nur sechs Minuten Jonas Erwig Drüppel, scheiterte aber nach schöner Vorarbeit von Marwin Studtrucker  aus kurzer Distanz an VfB-Torwart Yannic Lenze. Doch insgesamt wirkte Hilden frischer, nach dem 0:1 konnte der WSV die gleich anschließende Trinkpause gut gebrauchen, hatte direkt danach durch Studtrucker und Geisler zwei Chancen. Mittelstürmer Gianluca Marzullo, bislang in jedem Test erfolgreich, kam dagegen kaum in Position.

Mit Kevin Pytlik, der nach seiner Leistenverletzung wieder spielte, und Beyhan Ametov konnte WSV-Trainer Alexander Voigt nach der Pause noch Regionalliga-Erfahrung nachlegen, Akzente setzte aber nun vor allem der aus der A-Jugend gekommene Joelle Tomczak. Mehrmals drang er von rechts gefährlich in den Strafraum ein. Einmal wurde er elfmeterreif gelegt, legte ein anderes Mal gut für Geisler vor, dessen Schuss abgefälscht wurde. Der ebenfalls eingewechselte Viktor Maier traf per Kopf  den Pfosten. Am Ende wäre für den WSV zumindest ein Unentschieden verdient  gewesen, doch Hilden brachte den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit.  Für den WSV folgt der nächste Test am kommenden Samstag an gleicher Stelle gegen Oberligist Baumberg (14 Uhr).

WSV: Szczepankiewicz – Saric (46. Ametov), Uphoff, Salau (46. Pytlik), Cokkosan – Geisler, Grebe, Wendel - Erwig-Drüppel (60. Tomczak), Marzullo, Studtrucker (60. Maier).