Wuppertaler SV kämpft sich ins Pokalfinale - Gegner ist der KFC Uerdingen

Fußball : Wuppertaler SV kämpft sich ins Pokalfinale - Im Endspiel wartet der KFC

Der Wuppertaler SV hat die sportliche Chance ergriffen und darf auf frisches Geld hoffen. Im Endspiel wartet der KFC Uerdingen.

Der Wuppertaler SV hat die große Pokalchance ergriffen. Durch einen hart erkämpften 3:1 (1:0)-Erfolg gegen den Oberligisten 1. FC Monheim erreichte der schwer angeschlagene Fußall-Regionalligist das Finale gegen den KFC Uerdingen und darf sich auf eine gute Einnahme freuen. Wo die Partie am 25. Mai ausgetragen wird, ist indes noch unklar. Im Stadion am Zoo wird das aufgrund des am selben Tag stattfindenden Sonnborner Trödelmarktes leider nicht möglich sein.

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Doch so oder so bleibt, neben der Hoffnung auf frisches Geld, eine bundesweite Fernsehpräsenz am 25. Mai im Rahmen der bundesweiten Verbandsendspiele und die Chance, als Sieger erstmals seit 2007 wieder den DFB-Pokal zu erreichen.

Mit 2344 Zuschauern war die Kulisse am Mittwoch ordentlich, der Tausch des Heimrechts hatte sich somit wohl auch für die Gäste gelohnt, die aufgrund der auf ihrem Platz nur mit riesigem Aufwand erfüllbaren Sicherheitsbestimmungen ins Stadion am Zoo ausgewichen waren.

Geduldsprobe gegen
gefährliche Gäste

Dort drückten die meisten natürlich dem WSV die Daumen, wurden in der ersten Halbzeit aber auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Monheim störte geschickt, der WSV machte im Aufbau viele Fehler. So wirkten die Gäste zunächst fast gefährlicher. Bei einem Schuss von Philipp Hoberg musste sich Torwart Sebastian Wickl strecken, hatte kurz darauf Glück, dass ein Schuss des am Strafraum freigespielten Eray Bastas im letzten Moment noch geblockt werden konnte.

Ein-, zweimal wurde auch der WSV gefährlich, meist dann, wenn Kevin Hagemann, der sich auffällig oft zurückzog, mal in die Spitze ging. Wenn das Taktik war, ging sie nach 40 Minuten auf. Da stürmte Hagemann rechts auf die Grundlinie, legte am herausstürmenden Torwart vorbei quer, und Enes Topal musste am zweiten Pfosten nur noch einschieben. Es war der optimale Abschluss einer für den WSV fast erwartet schwierigen ersten Halbzeit.

Die konnten Gino Windmüller, der offenbar schwerer am Knie verletzt ist, und der am Ellenbogen verletzte Dennis Malura nur von der Tribüne aus verfolgen. Silvio Pahgano, am Freitag glücklich Vater geworden, war wieder dabei, schien aber anfangs in einigen Szenen mit den Gedanken noch woanders, ehe er sich wie alle WSVer ins Spiel kämpfte.

Gleich nach der Pause schien dann auch das 2:0 fällig, als nach einem Monheimer Riesenschnitzer Semir Saric am zweiten Pfosten frei war. Doch irgendwie konnte der eigentlich schon geschlagene Torwart Johannes Kultscher den Ball noch zur Ecke abwehren. Fast im Gegenzug dann die kalte Dusche für den WSV bei ohnehin ungemütlichen Temperaturen: Dreimal konnte man den Ball im Strafraum nicht entscheidend klären, ehe ihn Eray Bastas aus nächster Nähe ins Tor drückte.

Zum Glück brauchte die Mannschaft nicht lange, um sich von dem Schock zu erholen. Nach einem Freistoß von der Seite köpfte Innenverteidiger Jan-Steffen Maier den Ball aus fünf Metern unter die Latte. Kurz darauf stand Semir Saric beim vermeintlichen 3:1 noch im Abseits und es wurde eine Zitterpartie. Doch in der Nachspielzeit war es erneut Saric, der, für den verletzten Pagano inzwischen auf die Verteidigerposition gerückt, bei einem Konter nach Doppelpass mit Gaetano Manno für das erlösende 3:1 sorgte. Der Rest war eine riesige Erleichterung bei Spielern wie Offiziellen.

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