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Wuppertaler SV enttäuscht  bei Schlusslicht Homberg

Beim 1:2 kommt der Fußball-Regionalligist nicht an die jüngsten Leistungen heran und vergibt eine gute Ausgangslage : WSV enttäuscht bei Schlusslicht Homberg

Beim 1:2 kommt der Fußball-Regionalligist nicht an die jüngsten Leistungen heran und vergibt eine gute Ausgangslage.

Ob die Regionalliga-West weiterspielen darf oder wie der gesamte Amateursport in den November-Shutdown geht, darüber dürfte es an diesem Montag Klarheit geben. Für 14 Uhr hat der Westdeutsche Fußball-Verband die Vereine zur Videokonferenz geladen. Ginge es nach WSV-Trainer Alexander Voigt, würde der am liebsten, wie im Spielplan vorgesehen, gleich am Mittwoch das nächste Spiel bei Wegberg-Beeck haben.

„Nach so einer Partie möchtest Du gleich weiterspielen“, sagte Voigt am Samstag nach der 1:2 (1:1)- Niederlage seiner Mannschaft bei Schlusslicht VfB Homberg tief enttäuscht. Eine Niederlage, die sich die Mannschaft gegen einen engagierten aber limitierten Gegner ganz allein selbst zuzuschreiben hatte“, wie auch Torjäger Marco Königs fand. Wieder einmal hatte der WSV schlafmützig begonnen. Nachdem Königs mit seinem vierten Saisontreffer schnell Hombergs frühe Führung ausgeglichen hatte, zeigten sich die Wuppertaler zwar technisch klar überlegen, spielten aber zahlreiche Angriffe nicht gut aus. „Da fehlte immer der letzte Pass, das zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison“, haderte Voigt.

Nach dem Wechsel brachte er Tim Wendel, für den es nach Muskelfaserriss und Reha der erste Einsatz in dieser Saison war, um bei Standards die Lufthoheit zu bekommen. Dazu im Sturm Gianluca Marzullo für Beyhan Ametov, der erneut unglücklich agiert hatte. Es wurde auch etwas zielstrebiger, doch insgesamt blieb der WSV hinter den Leistungen der Vorwochen zurück. „Wir schienen immer besser in die Saison zu kommen und hätten mit einem Sieg heute richtig gut dagestanden“, so Voigt überzeugt, dass man mit ähnlichen Leistungen wie zuletzt sicher gewonnen hätte. Warum die Mannschaft diese nicht abliefern konnte, konnte er sich auch nicht erklären. Da habe ganz offenbar die Bereitschaft gefehlt, die in dieser Liga notwendig sei, in der es einem jeder Gegner schwer machen könne. 

Hinzu kam dann auch noch die nächste Unsortiertheit in der Abwehr, die Homberg gnadenlos ausnutzte. Die Gäste schienen nach dem 0:4 vom Mittwoch in Rödinghausen kräftemäßig schon angezählt, hielten aber die Moral hoch und versuchten weiter, nach vorn Nadelstiche zu setzen. Aus einem Einwurf heraus entstand trotzdem völlig überraschend die erneute Homberger Führung. Zu leicht ließ sich die WSV-Defensive überlupfen und Nicolaus Hirschberger in den Strafraum eindringen. Nach dessen Querpass standen dann gleich zwei Mitspieler unfassbar frei im Strafraum. Marvin Lorch konnte aus zehn Metern vollstrecken.

Mit Kampf aber auch viel Krampf versuchte der WSV das in den letzten 20 Minuten noch zu korrigieren, hatte den Torjubel schon auf den Lippen, als Gianluca Marzullo kurz vor dem Ende scharf aufs lange Eck zielte. Doch der Ball sprang von Innenpfosten zu Innenpfosten und dann aus dem Tor. „Das war bezeichnend, irgendwie hatten wir es heute auch nicht verdient“, sagte Alexander Voigt.

Der Kommentar von Debütant Tim Wendel war zweigeteilt. „Wir haben uns ein bisschen auf das hektische Spiel von Homberg und diese kleinen Nickligkeiten eingelassen und unsere Chancen leider nicht konsequent genutzt. Für mich persönlich war es schön, endlich wieder auf dem Platz stehen zu können. Mir geht es soweit gut, ich bin schmerzfrei“, sagt er und fügte an: „Schade, dass wir jetzt wahrscheinlich wieder eine Pause machen.“ Damit rechnen in der Liga die Meisten.