Fußball-Regionalliga WSV: Alle Augen aufs Essen-Spiel gerichtet

Wuppertal/Essen · Nach dem Trainingslager und vor dem Spitzenspiel ist der WSV wieder ins Training eingestiegen. Testspieler Berk Cetin wird aktuell nicht verpflichtet.

 Die Intensität ist beim ersten Trainingsspiel nach der Türkeireise beim WSV hoch. Hier zieht  Kingsley Sarpei an Niklas Heidemann vorbei.

Die Intensität ist beim ersten Trainingsspiel nach der Türkeireise beim WSV hoch. Hier zieht  Kingsley Sarpei an Niklas Heidemann vorbei.

Foto: Krschak/Otto Krschak

Das Wetter ist deutlich kühler, der Rasen etwas tiefer als in der vergangenen Woche im Trainingslager in der Türkei, doch davon will sich der Wuppertaler SV in der Vorbereitung auf das Topspiel in Essen am Sonntag (14 Uhr Hafenstraße) nicht ablenken lassen. Genauso wenig wie von Stimmen aus Essen, wo RWE-Präsident Marcus Uhlig in einem Zeitungsinterview geäußert hat, dass der Druck am Sonntag auf dem Verfolger aus Wuppertal liegen würde. „Wir lassen jedem seine Meinung, schauen aber nur auf uns“, sagt dazu WSV-Sportdirektor Stephan Küsters. 

„Wir freuen uns auf das Spiel – genauso wie auf jedes andere“, versichert Kapitän Felix Backszat nach dem Nachmittagstraining am Freudenberg. Am Morgen war die Mannschaft mit einer Athletikeinheit bei Sven Steup in die Trainingswoche eingestiegen - nach zwei freien Tagen im Anschluss an das Trainingslager. „Die waren gut, um sich hier wieder zu akklimatisieren“, findet Backszat. Gearbeitet worden sei im Trainingslager ja sehr intensiv und gut. Den Eindruck, dass seine Kollegen im Hinblick auf Essen vielleicht übermotiviert sein könnten,  hat er nicht.

Nicht mit nach Deutschland geflogen ist übrigens Berk Cetin, der das WSV-Trainingslager als Testspieler mitgemacht hatte. „Ein guter Junge, sportlich wie charakterlich, aber man hat gemerkt dass er eine Zeitlang nicht gespielt hat und aktuell körperlich noch nicht in der Lage ist, uns sofort weiter zu helfen“, begründet Trainer Björn Mehnert, warum man sich gegen eine Verpflichtung des Linksverteidigers entschieden habe. Dass bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar noch jemand dazukommen könnte, schließt Stephan Küsters allerdings nicht kategorisch aus. „Wir beobachten den Markt.“ Ein Backup für Linksverteidiger Niklas Heidemann steht weiter auf der Wunschliste. Ein weiterer Wunsch von Küsters – nämlich über die Saison hinaus mit Trainer Björn Mehnert und auch dem Team drum herum zusammenzuarbeiten – stehe dagegen kurz vor der Erfüllung. Küsters: „Ein, zwei Dinge sind noch zu klären, aber ich glaube, dass wir schnell Vollzug werden melden können.“

Tatsachen hat der WSV zu Wochenbeginn mit dem Boostern weiterer Spieler  geschaffen. Küsters: „Wir sind da jetzt auf einem guten Stand.“ Wichtig kann das auch deshalb werden, weil Geboosterte laut NRW-Schutzverordnung nicht mehr in Quarantäne müssen, wenn sich ein Kollege mit Covid infiziert haben sollte. Auch mit Rücksicht auf diese Impfung fehlten am Mittwoch Kevin Pytlik, Valdet Rama und Lion Schweers noch beim Training. „Da das Spiel erst am Sonntag ist, können wir uns das aber leisten“, sagt  Björn Mehnert. Bis auf Joelle Tomczak und Noah Salau, die sich nach ihren langwierigen Verletzungen weiter im Aufbautraining befinden, stehen dem Trainer nach jetzigem Stand alle Spieler zu Verfügung. Die Qual der Wahl wird er vor allem in der Offensive haben. Hier stehen Zugang Valdet Rama und auch Kevin Hagemann nach seiner Verletzung auf Außen neu zur Verfügung. Außerdem macht Kingsley Sarpei, der vor der Winterpause gefehlt hatte, einen hervorragenden Eindruck.