Wuppertal: Jetzt muss Eichner liefern

Wuppertaler SV : Jetzt muss Eichner liefern

Hut ab, Alexander Eichner! Das hätten wohl nicht viele geschafft: Von den Mitgliedern des Wuppertaler SV die Zustimmung zu erhalten, unter gewissen Umständen Kapitalgesellschaften gründen zu können.

Im Fußball ist das immer noch ein Reizthema, auch wenn es bei den meisten professionell geführten Clubs längst gang und gäbe ist. Von professionell geführt ist der WSV ebenso weit entfernt wie von seinen glorreichen Jahren – auch wenn das immer wieder als Ziel ausgegeben wurde. Jetzt soll mal wieder ein Neuaufbau stattfinden und Eichner, der die rot-blaue Seele gepudert und die Dramatik der Lage offengelegt hat, hat viel Handlungsfreiheit bekommen.

Kranke Unternehmen umzustrukturieren, ist sein Metier. Jetzt muss er aber auch liefern, ist von vielen, die ihm – wie einem Messias – das Vertrauen geschenkt haben, zu hören. Das wird sicher nicht von heute auf morgen gehen, doch durch den Beschluss kann er jetzt darauf hinarbeiten. Unruhe kann man dabei nicht gebrauchen, denn noch ist das Vertrauen ein zartes Pflänzchen.

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