WSV will Störgeräusche ausschalten

Fußball : WSV will Störgeräusche ausschalten

Vorstandssprecher Alexander Eichner nimmt zu Wechseln Stellung: „Haben uns korrekt verhalten.“

Durch die Diskussionen von außen über Transfergebahren des Vereins, der Ali Ceylan und Florian Kraft neu verpflichtet und Maurice Temme und einem weiteren Spieler abgesagt hatte, sieht WSV-Trainer Alexander Voigt die Vorbereitung des Regionalligisten nicht gestört. Zuletzt war es um Torhüter Florian Kraft gegangen, der bei Haltern schon als Neuverpflichtung vermeldet worden war, sich dann aber für den WSV entschied. „Ich habe mit Florian kurz darüber gesprochen. Er hat mir seine Sicht der Dinge geschildert und damit ist die Sache für mich erledigt“, sagt Voigt.

Trainer Voigt hat Thematik angesprochen und „erledigt“

Vorstandssprecher Alexander Eichner hatte am Dienstag eine Stellungnahme abgegeben und betont, es sei das letzte Mal, dass sich der Verein dazu äußere. „Wie alle Vereine suchen auch wir im Transferfenster Spieler, die idealerweise finanziell, sportlich und charakterlich zu uns passen. Es bewerben sich Kandidaten, wir suchen Spieler, es werden Gespräche mit eben diesen und deren Beratern geführt – auch bei uns im Stadion oder auf der Geschäftsstelle. Letztlich müssen aber wir eine Entscheidung treffen, bei der es immer Gewinner und Verlierer gibt. Dass in einzelnen Medien Spieler bereits genannt werden, ohne dass ein Journalist bei uns gegencheckt, ist nicht die Schuld des WSV. Wenn wir eine Verpflichtung zu verkünden haben, dann wird diese Verpflichtung bei uns öffentlich kommuniziert. (...) Dem Berater der Spieler, der beide in den Artikeln genannten Spieler berät, war klar kommuniziert worden, dass eine Verpflichtung auch den finalen Check passieren und vom Vorstand gegengezeichnet werden muss. Der Berater war über Wochen detailliert über unsere (finanzielle) Situation informiert worden – auch dass eine endgültige Entscheidung, abhängig von finanziellen und sportlichen Kriterien sowie Alternativen, noch offen ist. Dem Berater wurde im Nachgang telefonisch abgesagt. Die sportliche Leitung hat sich in beiden Fällen korrekt verhalten“, so Eichner.

Cokkosan ist
der dritte Neue

Am Mittwoch Abend verkündete der Verein dann die Verpflichtung von Tolga Cokkosan, der bereits seit Wochen mittrainiert. Der 24 Jahre alte Linksverteidiger hat 91 Regionalliga-Spiele für Bochum. Rot-Weiss Essen und zuletzt Wattenscheid absolviert und wird auch am Donnerstag im Test gegen Fußball-Oberligist Cronenberger SC sicher dabeisein. Nur noch zweieinhalb Wochen Zeit bleiben Trainer Alexander Voigt, die Mannschaft bis zum geplanten ersten Spiel bei Borussia Dortmunds U 23 (25. Januar) optimal vorzubereiten und die Neuen und eventuelle Rückkehrer aus Verletzung einzubauen. Dazu hat er das Training angezogen. Am Mittwoch wie am Montag wurde zweimal trainiert. Ein Risiko wegen aufgetretener Problemen will er vor dem ersten Testspiel am Donnerstag gegen Oberligist Cronenberger SC (19.30 Uhr, Sportplatz Nocken) bei keinem Spieler eingehen. So werden Tom Meurer und Daniel Nesseler wegen Leistenbeschwerden nicht dabei sein. Auch für Viktor Maier, der nach überstandenem Kreuzbandriss am Mittwoch einen Belastungstest absolvierte, komme die Partie noch zu früh, ebenso für Ufumwen Osawe, der wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Danny Kierath, der nach Behandlung seiner Schambeinentzündung aus den USA zurückkehrt ist, hat im Training erneut Schmerzen bekommen und muss wieder pausieren.

CSC verzichtet im Test auf Radojewski und Mohammed

Auch beim Cronenberger SC werden mit den Rekonvaleszenten Lutz Radojewski und Kabiru Mohammed zwei wichtige Spieler noch fehlen. Beide sind aber wieder ins Lauftraining eingestiegen. Trainer Peter Radojewski hofft, ihnen am 19. Januar im Test bei der TSG Sprockhövel wieder erste Einsatzzeiten geben zu können. „Grundsätzlich bin ich über die Anfrage für das Testspiel gegen den Wuppertaler SV sehr froh“, sagt Radojewski.
Siehe auch Kommentar S. 16

(gh)