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Wuppertaler SV: WSV verliert in Köln

Wuppertaler SV : WSV verliert in Köln

Gegen den Tabellenführer Viktoria Köln konnten auch die Wuppertaler nicht punkten, wurden aber beim 1:5 vom Schiedsrichter stark benachteiligt.

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Köln. Auch der Wuppertaler SV konnte am Samstag den Lauf von Tabellenführer Viktoria Köln in der Regionalliga-West nicht stoppen. Mit 1:5 (1:2) unterlagen die Wuppertaler im ersten Rückrundenspiel nach einer guten Partie zwar deutlich, allerdings auch sehr unglücklich, denn sie waren von Schiedsrichterentscheidungen extrem benachteiligt. Das Foul, das Daniel Grebe vor dem Elfmeter zum Kölner 2:1 beging, war klar außerhalb des 16-Meter-Raums passiert, und kurz vor der Halbzeit hätte Elfmeter oder Rot für Kölns Dominik Lanius geben müssen, der als letzter Mann den durchstartenden Ali Can Ilbay kurz auf der Strafraumlinie wegcheckte. Schiedsrichter Benjamin Schäfer ließ aber weiterspielen.

Durch die Niederlage fiel der WSV auf Platz sechs zurück, während das Spitzentrio Köln, Gladbach und Dortmund den Abstand auf die Verfolger nun schon beträchtlich anwachsen lässt.

Die Spitze war auch nicht der Anspruch des Aufsteigers WSV, der nun seit fünf Partien sieglos ist. Wohl aber wollten die Wuppertaler gegen den Favoriten aus Köln wie beim 3:3 zum Saisonauftakt etwas mitzunehmen. Entsprechend offensiv stellte Trainer Stefan Vollmerhausen auf, wollte den Kölnern mit schnellen Kontern zusetzen. Zunächst aber kam wie im Hinspiel der frühe Schock. Kölns Mittelstürmer Sven Kreyer, dessen Gefährlichkeit bekannt ist, kam nach drei Minuten im Strafraum an den Ball, wurde von Enes Topal, der einen offensiven Außenverteidiger spielen sollte, nicht konsequent genug gestört und traf zum Kölner 1:0. Nur zwei Minuten später glich der WSV aber aus. Die schöne Vorarbeit von Ali Can Ilbay setzte Silvio Pagano am zweiten Pfosten volley in die Maschen. Pagano hat wie Kapitän Gaetano Manno und der zunächst auf der Bank sitzende Ercan Aydogmus eine Vergangenheit bei der Viktoria und wirkte wie das gesamte Team hochmotiviert.

Überhaupt setzte der WSV seine Taktik der Nadelstiche recht beeindruckend um und bot den individuell ganz starken Kölnern einen großen Fight, auch wenn bei einigen Umschaltaktionen die letzte Genauigkeit fehlte. Zur Halbzeit lagen die Wuppertaler aus den genannten Gründen dennoch mit 1:2 zurück und gerieten gleich nach dem Wechsel erneut nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung weiter ins Hintertreffen. Schäfer gab nach einer Abwehraktion von Peter Schmetz gegen Mike Wunderlich, der kurz vor der Strafraumgrenze schlicht auf ihn auflief, Freistoß. Den versenkte Spezialist Wunderlich wie im Hinspiel grandios. Zu allem Überfluss wurde WSV-Torwart Sebastian Wickl bei seiner Rettungstat vom gegen den Innenpfosten zurückprallenden Ball so unglücklich am Kopf getroffen, dass er kurz bewusstlos war und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste.

Das Spiel behielt hohes Tempo und Niveau. Der WSV versuchte noch einmal alles, um heranzukommen, Köln hatte Platz bei Kontern. Als Schiedsrichter Schäfer dann nach 71 Minuten, als Kevin Hagemann aus nächster Nähe angeschossen wurde, auf Handelfmeter entschied, war es der Anfang vom Ende. Wunderlich versenkte souverän, und fünf Minuten später lag der WSV gar mit 1:5 zurück. Ein Freistoß von Kevin Holzweiler aus dem Halbfeld landete vorbei an Freund und Feind im langen Eck. Für den WSV war es das irgendwie passende, unglückliche Ende eines Spiels, in dem man nie und nimmer um vier Tore schlechter war als der bärenstarke Tabellenführer.