WSV : WSV unterliegt auch in Wegberg

Wiedergutmachung war eigentlich angesagt für den Wuppertaler SV vier Tage nach der 1:2-Niederlage beim VfB Homberg. Doch die ist dem Fußball-Regionalligisten am Mittwochabend zumindest ergebnistechnisch nicht gelungen. Es hieß erneut 1:2.

Wiedergutmachung war eigentlich angesagt für den Wuppertaler SV vier  Tage nach der 1:2-Niederlage beim VfB Homberg.  Doch die ist dem Fußball-Regionalligisten am Mittwochabend zumindest ergebnistechnisch nicht gelungen. Mit 1:2  unterlagen die Wuppertaler auch beim FC Wegberg-Beeck und stecken weiter im unteren Tabellenmittelfeld fest. Die Leistung war zwar besser als am Samstag in Homberg, doch gegen den kampfstarken und selbstbewussten Gastgeber reichte die Klasse nicht aus, um sich entscheidende Vorteile zu erarbeiten und den 0:2-Pausenrückstand noch aufzuholen. 

Trainer Alexander Voigt hatte nach dem Auftritt vom Samstag nicht nur eine Reaktion von seinen Spielern verlangt,  sondern auch selbst reagiert und die Startaufstellung auf vier Positionen verändert. In der Innenverteidigung begann er gleich mit Tim Wendel, der am Samstag nach Verletzung seine ersten 45 Regionalligaminuten für den WSV bestritten hatte. Im defensiven Mittelfeld spielte Joey Müller für Yannick Geisler, der wegen muskulärer Probleme im Kader fehlte. Vorne begann Gianluca Marzullo und Semir Saric für Beyhan Ametov und Marvin Studtrucker.

WSV versucht Druck zu machen, Wegberg ist gefährlicher

Auf dem herrlichen und durch Raureif bei kühlen fünf Grad sehr schnellen Rasen, versuchten die Wuppertaler auch gleich Druck zu machen und legten ein hohes Tempo vor. Die erste Chance gab es nach fünf Minuten allerdings nach einer Ecke. Der lange Wendel war per Kopf der Abnehmer, scheiterte und setzte dann den Nachschuss knapp neben das Tor. Wendel übernahm von hinten heraus auch gleich das Kommando, dirigierte lautstark. Aus dem Spiel heraus gelang es den Gästen jedoch nicht, die engmaschige Wegberger Deckung in größere Bedrängnis zu bringen. Die Niederrheiner, die seit vier Spielen nicht mehr verloren hatten, wirkten sehr gut organisiert und boten dem WSV kaum Räume. Der Rasen wurde regelrecht beackert und zeigte nach 15 Minuten bereits deutliche Kampfesspuren.

Mit dem ersten gelungenen Konter gingen dann die Gastgeber in Führung. Ex-WSVer André Mandt leitete im Mittelfeld energisch ein, Shpend Hasani war im Strafraum frei und überwand Torwart Szczepankiewicz aus zehn Metern. Wie am Samstag wäre Marco Königs fast postwendend der Ausgleich gelungen. Er legte den Ball mit einer Grätsche an Torwart Stefan Zabel vorbei, allerdings so lasch, dass ein Abwehrspieler noch locker vor der Linie klären konnte.

Es war klar, dass es eine harte Nuss werden würde, denn Wegberg blieb seinerseits gefährlich, hatte die nächsten beiden Chancen. Auf der Gegenseite vergab Gianluca Marzullo, als er nach dem bis dato schönsten Angriff über Pires, Saric und Grebe in der Mitte über den Ball trat. Vielleicht war er noch gehandicapt, weil er kurz zuvor umgeknickt war. Ähnliche Schwierigkeiten hatte Wegberg nicht. da musste zwar Torschütze Hasani verletzt raus, davor traf unmittelbar vor der Pause Evangelos Skraparas aus dem Gewühl heraus zum 2:0. Nach einem Einwurf hatte der WSV den Ball nicht aus dem Strafraum heraus bekommen, und Skraparas, der in der Jugend mal bei den Wuppertalern gespielt und danach mehr als 15 Stationen im In- und Ausland gehabt hatte, reagierte am  schnellsten.

Zur Pause brachte Trainer Voigt drei Neue, stellte hinten auf Dreierkette um.

Ametovs Anschlusstreffer
weckt neue Kräfte

In der Tat wurde der WSV nun zwingender, kam schneller über außen. Der Anschlusstreffer fiel nach einer Stunde allerdings nach einer Ecke, die Saric gut hereinbrachte, Königs per Kopf verlängerte und Beyhan Ametov aus kurzer Distanz einköpfte. Noch blieb genug Zeit. Doch Wegberg verteidigte leidenschaftlich, und die langen Bälle, mit denen es der WSV nun immer mehr versuchte, führten zu selten zum Ziel. Tim Wendel war schon längst ins Mittelfeld vorgerückt, holte alles aus sich heraus. Königs vergab eine gute Chance, als er in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig traf. Mangelnden Einsatz konnte man dem WSV wirklich nicht vorwerfen. Zwölf Minuten vor dem Ende brachte Voigt dann noch Flügelflitzer Joelle Tomczak, doch der Ausgleichstreffer wollte nicht mehr fallen.