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WSV trifft beim ETB auf einen alten Bekannten

WSV trifft beim ETB auf einen alten Bekannten

Der ETB Schwarz-Weiß Essen hat sich komplett neu aufstellen müssen.

Wuppertal. Mitte Oktober war Oliver Bierhoff zu Besuch am Uhlenkrug. Der Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nahm bei Schwarz-Weiß Essen an der Präsentation des „Projekts Zukunft“ teil, einem Konzept zur Gewinnung neuer Sponsoren. „Der ETB ist schließlich mein Heimatverein“, sagte Bierhoff.

Doch dem Verein aus dem Essener Süden, zu dem der WSV am Sonntag reist (Anstoß 14.30 Uhr), geht es schlecht. Mitte Juli wurde bekannt, dass im Etat für die Oberliga-Saison eine riesige Lücke klafft und zudem noch Löhne sowie Rechnungen aus der vergangenen Spielzeit offen waren. Daraufhin erklärten sowohl Trainer Stefan Janßen als auch der im Frühjahr 2013 als großer Hoffnungsträger geholte Manager Matthias Herget ihren Rücktritt. „Es gibt im Verein derart viele ungelöste Probleme, dass wir zwei einfach keine Lust mehr hatten. Das tut uns richtig weh, denn wir hatten ein gutes Team aufgebaut. Es ist bitter zu sehen, wie alles zerstört wurde“, sagte Herget.

Die Folge: Abstiegskampf. Nur acht Punkte stehen bislang auf dem Konto des Drittletzten. Viele Spieler hatten den Klub noch im Sommer sofort verlassen. Trainer Mircea Onisemiuc musste eine fast komplett neue Mannschaft aufbauen. Einer der Zugänge, die der 44-jährige Rumäne begrüßen konnte, heißt Shahin Faridonpur. Der 21-Jährige kam vom WSV, wo er sich in der Saison 2013/14 mit lediglich sieben Einsätzen keinen Stammplatz erkämpfen konnte.

Von der — mittlerweile wieder etwas entspannten — finanziellen Lage bei Schwarz-Weiß Essen, wo der ehemalige Wuppertaler Sebastian Michalsky (30) Kapitän ist, wusste Faridonpur bei seinem Wechsel im August nichts. Der Linksverteidiger selbst konnte bisher auf jeden Fall überzeugen. Fast immer stand er in der Startformation, wurde zweimal in die Elf des Spieltages gewählt und erzielte auch schon ein Tor.