Wuppertaler SV: WSV spielt gegen Alemannia Aachen Remis

Wuppertaler SV : WSV spielt gegen Alemannia Aachen Remis

In den letzten Minuten gleicht Alemannia Aachen gegen den WSV noch aus. Ein ganz glücklicher Punkt für die Gäste, ein bitterer für die Gastgeber.

Im ersten Heimspiel des Jahres sah der Wuppertaler SV vor 5199 Zuschauern gegen den alten Westrivalen Alemannia Aachen bis in die Nachspielzeit wie der sichere Sieger aus. Doch dann gelang den Gästen nach einer umstrittenen Ecke noch der Treffer zum 2:2 (1:1)-Endstand. Der WSV bot eine geschlossene Mannschaftsleistung und betrieb trotz des Dämpfers kurz vor Schluss vor einer ansprechenden Kulisse Werbung in eigener Sache.

Personell hat der Wuppertaler SV in der Winterpause gut nachgelegt. Den durchweg guten Eindruck der ersten drei Auswärtsspiele in diesem Jahr konnte der WSV nun auch vor eigenem Publikum bestätigen. Zugänge wie Schünemann, Blum, Uphoff, Saric und Topal wirkten alles andere als Fremdkörper im Team. Ganz im Gegenteil: Die mannschaftliche Geschlossenheit war das große Plus, mit dem der WSV auch einige spielerische Durststrecken überstehen konnte.

Zehn Minuten brauchte der Wuppertaler SV, um im ersten Heimspiel des Jahres gegen Alemannia Aachen auf Betriebstemperatur zu kommen. Und so lange hielten sich die WSV-Fans auf der Tribüne Nord an ein selbst auferlegtes Schweigegelübde, mit dem sie ganz offensichtlich gegen das Verbot einer Fan-Choreografie durch die Polizei protestierten. Doch dann stieg das Stimmungsbarometer im Stadion am Zoo. Nicht zuletzt, weil die Gastgeber die Partie immer besser in den Begriff bekamen und sich die ersten guten Chancen im Minutentakt herausspielten. Saric (11.), Windmüller (12.) und Topal, der eine Sekunde zu lang mit dem Schuss zögerte, verpassten den Führungstreffer.

Es entwickelte sich eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Partie, denn die Alemannia, unterstützt von knapp 1000 mitgereisten Anhängern, überstand die erste Druckphase des WSV und spielte sich mehrfach vor allem über die linke Abwehrseite des WSV gefährlich durch.

Der Führungstreffer der Gäste fiel dennoch fast aus dem Nichts. Nach einem Freistoß stieg Heinze mit dem Kopf am höchsten. WSV-Keeper Mroß ließ den Ball nach vorne abprallen und Fiedler (29.) staubte aus kurzer Distanz ab. Ein zu diesem Zeitpunkt unverdienter Rückstand, doch der Ärger auf dem Platz und auf den Rängen war schnell verflogen. Eine Minute später legte Windmüller für Pagano im Strafraum auf, der im Vollsprint den Ball volley versenkte. Eine brenzlige Situation musste der WSV vor der Pause noch überstehen. Wieder kam Aachen über rechts durch. Fejzullahu legte quer. Fiedler und Azaouaghi hatten freie Bahn, aber Fiedler verzog den Ball um einige Meter über das Tor.

Die zweite Spielhälfte begann mit einem Traumtor für den WSV. Saric wollte den Ball durchstecken, doch sein Pass blieb hängen. Der abgewehrte Ball rollte Dowidat (47.) vor die Füße, der aus 20 Metern abzog und den Ball in den Winkel zirkelte.

Die Gäste investierten nun mehr in die Offensive, aber der WSV hielt dagegen und ließ sich bis zur Mitte der zweiten Halbzeit nicht in die eigene Hälfte drängen. Es boten sich einige Konterchancen, die aber nicht konsequent genug ausgespielt wurden. So blieb es eine enge Partie, die immer mehr von Mittelfeldduellen und Kampf geprägt war.

Ab der 70. Minute nahm der Druck der Gäste zu. WSV-Trainer Britscho brachte mit Wirtz, Bayrak und Grebe drei frische Spieler. Der Ausgleichstreffer lag in der Luft, aber einen echten Torjäger hatten die Aachener nach dem Ausfall von Damaschke und Toruhariga nicht in ihren Reihen. Die beste Gästechance vergab Mickels per Kopf frei vor Mroß.

Es sah nach einem verdienten Sieg des WSV aus, weil am Ende auch der Alemannia die Kraft ausging. Die WSV-Fans feierten schon ihre Mannschaft, die auf einem guten Weg in der Rückrunde zu sein scheint. Doch dann brach die Nachspielzeit an und Aachen kam noch einmal zu einer Ecke. Die WSV-Spieler protestierten, aber ohne Erfolg. Heinze (90. +1) verlängerte den Ball, Dowidat schlug den Ball erst hinter der Linie zurück ins Feld. Es blieb beim Remis, das aus Sicht der Gäste, die nie aufgesteckt hatten, etwas glücklich aber sicher nicht unverdient war.

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