WSV spielt 0:0 im Test gegen Verl

WSV spielt 0:0 im Test gegen Verl

Wuppertal. Mehr als 400 Zuschauer (426 Karten wurden zum Einheitspreis von drei Euro verkauft) wollten am Samstag den ersten Testspielauftritt des neuen WSV-Teams gegen Regionalligist SC Verl sehen und erlebten eine ordentliche Leistung ihrer Mannschaft.

Beim 0:0 war über weite Strecken kein Klassenunterschied zu erkennen, auch wenn der WSV in der kommenden Saison „nur“ Oberliga spielen will. Den Neuzugängen Maximilian Nadidaj und Marvin Ellmann boten sich die ersten Chancen für die aggressiv beginnenden Wuppertaler.

Danach geriet die neu formierte WSV-Abwehr aber mehrere Male böse ins Schwimmen. Hecker, nach Hereingabe von Großeschallau, Ex-WSVer Robert Mainka per Kopf und zweimal Mittelstürmer Simon Engelmann vergaben nach für den WSV zu schnellen Spielzügen beste Gelegenheiten zur Führung (20. bis 25.).

Der WSV überstand diese Drangphase aber schadlos. Auffällig war der kleine Rechtsverteidiger Sebastian Schröder, der im vergangenen Jahr noch in der A-Jugend gespielt hatte und mutig ab und zu auch den direkten Weg nach vorne suchte.

Einige gute Szenen hatte zu Beginn auch der ehemalige Essener Marvin Elmmann, der rechts offensiv eingesetzt wurde. Sein Pendant auf links, Nino Saka, konnte sich dagegen noch nicht in Szene setzen.

Zur Halbzeit wechselte der WSV dann komplett, Verl fast komplett durch. Die erste gute Chance bot sich dem gerade aus dem Urlaub zurückgekehrten Innenverteidiger Christian Hausmann nach einer Ecke von Murat Gümüstas. Nach 60 Minuten rettete dann WSV-Keeper Sebastian Sube mit einem tollen Reflex gegen Julius Eckert.

Ansonsten blieben klare Torchancen aber Mangelware bis Ismael Budak in der 74. Minute nach einem Pass durch die WSV-Abwehr ganz frei vor Sube auftauchte, aber vorbeischob.Beim WSV blieb die beste Chance Routinier Murat Gümüstas aus dem künftigen Regionalliga-Team vorbehalten, dessen Freistoß Torwart Sebastian Lange aus dem Winkel boxte.

Am Ende gab es zarten Applaus für die Wuppertaler. Die entscheidendere Partie für den WSV wird derzeit ohnehin vor dem Amtsgericht gespielt. Auf die Frage, ob die beantragte Insolvenz eröffnet wird, erhofft man sich spätestens am Montag früh eine Antwort, um die Fristen des Fußballverbands einhalten und kommende Saison mit der Ersten in der Oberliga starten zu können.

Mehr von Westdeutsche Zeitung