WSV sehnt sich nach dem Erfolgserlebnis im Pokal

Fußball : WSV ersehnt das Erfolgserlebnis

Im Pokal gegen Rellinghausen soll heute endlich wieder ein Sieg her. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Es ist vielleicht gerade der richtige Zeitpunkt: Nachdem es bei den Regionalliga-Fußballern des Wuppertaler SV in der Meisterschaft zuletzt nicht so gut gelaufen war, kommt am heutigen Dienstag der Pokal als willkommene Abwechslung und mit Landesligist ESC Rellinghausen ein Gegner, den man schlagen kann und muss. Zum Anstoß um 19.30 Uhr im Stadion Zoo hofft Trainer Andreas Zimmermann auf möglichst große Unterstützung, auch wenn er weiß, dass die Champions-League, die an diesem Abend Dortmund gegen Barcelona im Angebot hat, den ein oder anderen Zuschauer im Stadion kosten wird.

So will Zimmermann vielleicht die ein oder andere Änderung gegenüber dem 1:5 bei Rot-Weiß Oberhausen am Freitag vornehmen, aber keine großen Experimente machen, denn ein Sieg ist Pflicht. Dass seine Mannschaft das Spiel gegen den Landesligisten nicht mit der nötigen Einstellung angehen könnte, da hat Zimmermann überhaupt keine Sorge. Auch beim Abschlusstraining am Montag, das auf dem Rasen des Zoostadions absolviert wurde, gaben seine Spieler Vollgas.

Kapitän Uphoff wird
an der Hand operiert

Bis auf Kapitän Tjorben Uphoff waren alle dabei. Uphoff wird wohl auch der Einzige sein, der im Pokal fehlt. Er wird am gleichen Tag an seiner Hand operiert, die nach dem Bruch im Frühjahr im Spiel gegen Aachen nun wieder so zusammengewachsen sein sollte, um auch ohne stabilisierende Schrauben zu halten. „Der OP-Termin war abgesprochen, bevor der Pokaltermin feststand. Wir wollten das jetzt nicht umwerfen. Wichtig ist, dass Tjorben das schnell erledigt und für die Meisterschaft zur Verfügung steht“, sagte Sportdirektor Karsten Hutewelker und ist da im Einklang mit Trainer Zimmermann. Der hat für den Pokal genügend Alternativen, sei es Tom Meurer oder Daniel Nesseler.

Ob Silvio Pagano nach seinen ersten 45 Minuten in Oberhausen erneut Spielpraxis bekommt“, ließ Zimmermann noch offen. Pagano war selbst überrascht, dass er nach erst sechs Trainingseinheiten in Oberhausen schon zur zweiten Halbzeit gebracht wurde, hatte sich auf dem Feld aber schnell akklimatisiert. „Dass ich noch einige Wochen brauche ist klar, aber wenn der Trainer meint, ich könne schon helfen, spiele ich natürlich“, sagt der 34 Jahre alte Routinier.

Weiterkommen ist am Dienstag das erste Gebot der Stunde, da man im späteren Pokalverlauf bei attraktiveren Gegnern dann auch auf Einnahmen hoffen dürfte. Gegen Rellinghausen, mit dem man das Heimrecht getauscht hatte, müssten es etwa 500 werden, um mit einer schwarzen Null herauszugehen. Das erscheint realistisch. In der ersten Runde, in der man mit Krefeld-Fischeln ebenfalls einen Landesligisten zum Gegner gehabt hatte, der das Heimrecht getauscht hatte, waren es immerhin 923 Zuschauer gewesen.

Damals hatte beim 3:1 übrigens Tjorben Uphoff zweimal getroffen, nun müssen andere in die Bresche springen - und sich damit nach fünf sieglosen Spielen in der Meisterschaft endlich wieder ein Erfolgserlebnis holen. „Jeder Sieg ist wichtig fürs Selbstvertrauen“, weiß Mittelstürmer Gianluca Marzullo, das gehe ihm mit 28 Jahren genauso wie den jungen Spielern. Die Herausforderung dürfte sein, gegen einen sicher tief stehenden Gegner kontrolliert anzugreifen, ohne dem auf Konter lauernden Gast die Möglichkeit dazu zu eröffnen. An Motivation dürfte es auch den Essenern, die sonst auf Bezirkssportanlagen wie der eigenen am Krausen Bäumchen spielen, nicht fehlen. Der Auftritt im Stadion ist für die Spieler sicher ein besonderes Erlebnis.

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