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WSV plant nach Spielabsage mit Hochdruck fürs neue Jahr

Fußball : WSV plant nach Spielabsage fürs neue Jahr

Partie gegen Haltern fällt aus. Es gibt kein Trainingslager, aber Kaderveränderungen.

Für Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat vorzeitig die Winterpause begonnen. Eine Platzkommission hat am Donnerstag den Rasen im Stadion am Zoo besichtigt und die dort für Samstag, 14 Uhr, geplante Partie gegen den TuS Haltern abgesagt. Einen Nachholtermin gibt es noch nicht, er wird aber laut WSV-Teammanager Dirk Schneider mit Sicherheit nicht mehr in diesem Jahr liegen. Anbieten würde sich der 7. März, an dem beide Mannschaften laut Spielplan spielfrei wären. Für Haltern ist es bereits der dritte Spielausfall in Folge, nachdem zuvor zweimal in der Herner Mondpalast-Arena, die der Aufsteiger für seine Heimspiele nutzt, Partien wegen Unbespielbarheit abgesagt worden waren. Für den WSV ist es die erste Spielabsage, seit das Hinspiel gegen Haltern (2:2) hatte verschoben werden müssen.

WSV überwintert auf einem Nichtabstiegsplatz

Der WSV, der zwei Zähler vor Haltern auf Rang 14 steht, überwintert damit auf einem Nichtabstiegsplatz. Lippstadt auf Rang 16, das aktuell drei Spiele weniger ausgetragen hat als der WSV, hat erst 13 Zähler und muss am Samstag zum Bonner SC, der mit 20 Punkten ebenfalls im Tabellenkeller steckt.

„Dass die Mannschaft nach dem Sieg gegen Aachen mit einem besseren Gefühl in die Winterpause gehen kann, ist dabei viel wichtiger als der Blick auf die Tabelle, der ohnehin noch nicht zählt“, sagt Sportdirektor Karsten Hutwelker. Während das Team noch bis Sonntag trainiert und danach bis 2. Januar frei hat, beginnt für ihn die Arbeit erst richtig. Den geplanten Urlaub in Vietnam habe er im Hinblick auf viele Gespräche, die noch zu führen sind, abgesagt. „Nach jetzigem Stand könnte es vier bis fünf Veränderungen im Kader geben“, sagt Hutwelker, der Optimierungen in der Winterpause bereits angekündigt hatte, ohne dabei aber nach jetzigem Stand den Etat erhöhen zu können.

Torwart Edin Pepic geht
auf eigenen Wunsch

Definitiv gehen wird Torwart Edin Pepic. Der 28-Jährige, vor der Saison aus Wattenscheid geholt, zuletzt aber auf der Bank, habe aus rein persönlichen Gründen selbst um eine Vertragsauflösung gebeten. Hutwelker: „Das ist schade, wir werden definitiv noch einen Torwart verpflichten müssen, ich kann ja der A-Jugend, die sich im Abstiegskampf befindet, nicht noch ihren Torwart wegnehmen.“ Auch bei einem anderen Spieler stehe der Abschied fest, den Namen will Hutwelker aber nicht nennen, bevor der Auflösungsvertrag unterschrieben ist.

Ein Gespräch will er in Kürze auch noch mit Stürmer Viktor Maier führen, der nach seinem Keuzbandriss zwar wieder mittrainiert, aber noch keinen Einsatz hatte. „Da ist alles offen“, sagt Hutwelker. Ebenso mit den Wattenscheidern Cokkosan und Studtrucker, die seit längerem mittrainieren. Da komme es sicher darauf an, ob es finanziell passe.

Kein Trainingslager und kein
Turnier in Osnabrück

Dass Anfang Januar möglicherweise der Kader noch nicht feststehe, sei auch der Grund dafür, dass der WSV die für den 4. Januar geplante Teilnahme an einem Hallenturnier in Osnabrück abgesagt hat. Hutwelker: „Da wir dann eventuell nicht genügend Spieler haben, um zwei Turniere zu bestücken, liegen uns die Stadtmeisterschaften in der Uni-Halle natürlich näher.“ Erledigt hätten sich auch die Überlegungen für ein Trainingslager, für das Hutwelker um Sponsoren geworben hatte. „Der Verzicht hat andere Gründe, über die ich aber nicht reden will“, so Hutwelker.

Der Plan bis zum erst Meisterschaftsspiel, das für 25. Januar in Dortmund angesetzt ist, sieht jetzt so aus: In der ersten Trainingswoche wird es ein Freundschaftsspiel gegen die Breiten Burschen Barmen geben. Für den 11. Januar wird noch ein Austragungsort für ein mögliches Testspiel gegen Zweitligist Wehen Wiesbaden gesucht. Am 15. Januar gibt es ein Testspiel bei Oberligist VfB Hilden und am 18. Januar die Generalprobe bei Hessenligist (Oberliga) Kassel.