WSV muss das zarte Pflänzchen „Unterstützung“ weiter gießen

WSV muss das zarte Pflänzchen „Unterstützung“ weiter gießen

Trainer Karsten Hutwelker lobt die Zuschauer. In Köln aber sollte der WSV zurückzahlen.

Wuppertal. Eine Woche ist nun vergangen, seitdem der Wuppertaler SV mit einem 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf II in die Saison gestartet ist. Vielen Beobachtern war das für einen Aufstiegsfavoriten zu wenig. Anfangs auch Karsten Hutwelker, doch inzwischen sieht der Trainer des WSV dies etwas anders. Was allerdings nichts damit zu tun hat, dass er am 27. August 40 Jahre alt wird und sich bei ihm deshalb nun eine gewisse Altersmilde einstellt.

„Felix Magath hat gesagt, dass am ersten Spieltag jeder lieber auswärts beginnt und nicht nur die Bundesliga-Ergebnisse geben ihm da recht. Lotte ist gegen Idar-Oberstein gleichfalls nicht über ein 0:0 hinausgekommen und die Trierer haben gegen Wiedenbrück auch nur gewonnen, weil sie bei den dort herrschenden Platzverhältnissen offenbar die besseren Wasserballer hatten. Wir sind nun mit einem Punkt gestartet, aber dabei ist etwas ganz wichtiges völlig in den Hintergrund getreten“, sagte Hutwelker.

Den haben nämlich die Zuschauer stark beeindruckt. „Zuerst kommen fast 3000 gegen einen sportlichen Absteiger, der keinen einzigen Fan dabei hatte und dann klatschen die Leute für unsere Leistung. Davon war ich sehr angetan, habe davon aber leider nirgendwo etwas lesen können.“ In der Tat gab es nach der Nullnummer viel Applaus. Die Mannschaft hat offenbar Kredit, sollte diesen aber nicht zu schnell verbrauchen. Ein Erfolg bei Aufsteiger Fortuna Köln (morgen, 14.30 Uhr, Südstadion) würde das zarte Pflänzchen „Unterstützung“ daher weiter gießen.

Dafür hat Hutwelker in dieser Woche das Training darauf ausgerichtet, Abläufe zu automatisieren, damit die Mechanismen im Spiel schneller und somit besser greifen können. Dabei war es sicher hilfreich, dass dem Trainer der komplette Kader zur Verfügung stand. Lediglich Ben Abelski (leichte Grippe) und Stefan Lorenz (muskuläre Probleme) mussten etwas kürzer treten. „Bis Samstag sollten aber beide fit sein, daher mache ich mir über einen Ersatz noch keine Gedanken“, sagt Hutwelker.

Ein Ausfall von Lorenz wäre bei Fortuna Köln ein Problem, denn dann müsste Flottmann in die Innenverteidigung rücken, obwohl Moosmayer für links wegen seiner Sperre noch nicht zur Verfügung steht. Flottmanns Platz könnte El-Hammouchi einnehmen. Umstellungen, die die angestrebten Automatismen verzögern würden. Das System aber bliebe unberührt. Auch in Köln wird nur ein Stürmer beginnen. Ob erneut Kastrati oder diesmal Knappmann, will Hutwelker noch entscheiden. „Kastrati kann besser gegen spielende Verteidiger agieren, während Knappmann bei körperbetonten Abwehrspielern Sinn macht.“ Ein Sieg hingegen würde morgen auf jeden Fall Sinn machen.

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