WSV: Mit Celikovic aus dem Keller

WSV: Mit Celikovic aus dem Keller

Beim 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Unterhaching war der Mittelfeldspieler bester Mann auf dem Platz.

Wuppertal. Der gute Lauf des Wuppertaler SV hält an. Elf Punkte eroberte der einstige Punktelieferant in den vergangenen fünf Spielen und verabschiedeten sich nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Unterhaching vorerst von den Abstiegsrängen. Imponierend, wie gefestigt die Mannschaft zurzeit ihr Spiel durchzieht. In dieser Form ist dem Team von Trainer Uwe Fuchs noch einiges zuzutrauen.

Bis auf Victor Hugo Lorenzón, der sich früh eine Muskelverletzung zuzog, angeschlagen weitermachte und zur Pause ausgetauscht werden musste, gab es keinen Schwachpunkt in einer Mannschaft, die taktisch hervorragend gegen die spielstarken Bayern eingestellt war. Herausragend war Nermin Celikovic, der das Tor des Tages durch Tobias Damm (64.) mit einem spektakulären Dribbling vorbereitete, und sich ein Sonderlob von Trainer Uwe Fuchs verdiente. Schon vor Wochen hatte Fuchs Celikovic zu den fittesten Spielern im Kader gezählt. "Bei Nermin ist das alles eine Kopfsache. Ich wünsche ihm, dass solche Spiele in Zukunft sein normaler Standard sind", sagte Uwe Fuchs, der in der vergangenen Saison noch zu seinen schärfsten Kritikern gezählt hatte. Doch seit der Rückkehr des früheren Emdeners und auch der von Björn Weikl ins Team hat der WSV fleißig Punkte gesammelt und sich auf den 16. Platz vorgearbeitet.

Der WSV hatte nur Mitte der ersten Spielhälfte und kurz vor dem Abpfiff kritische Momente zu überstehen. Das Zittern in den Schlussminuten hätten sich die WSV-Spieler ersparen können, wenn sie konsequenter die zahlreichen Chancen genutzt hätten. Allein Nermin Celikovic hatte den Ball drei Mal auf dem starken linken Fuß. Doch bei aller Spielfreude klappte es bei ihm mit den Schüssen nicht. Noch bessere Chancen vergaben Andrés Formento, Karsten Fischer und der eingewechselte Joe Murillo.

"Wir wussten, dass die Stärken der Hachinger im Mittelfeld und Angriff liegen", sagte Uwe Fuchs. Vor der Pause erwartete der WSV die Angriffe deshalb abwartend hinter der Mittellinie. Nach der Pause legte die gesamte Mannschaft einen Zahn zu und attackierte die Hachinger in deren Hälfte. Und nach der Balleroberung spielte sich der WSV mit schnellen Kombinationen etliche Chancen heraus. Der Sieg war trotz des umstrittenen Handtores von Tobias Damm hochverdient, weil die Wuppertaler ihr Fußball-Handwerk beherrschen. Und auf dieser Basis in der 3. Liga gegen jeden Gegner mithalten können.

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