WSV in Straelen vor großer Hürde

Fußball-Regionalliga : WSV gegen den SV Straelen gefordert (mit Video von der Pressekonferenz)

Der Fußball-Regionalligist steht zum Auftakt nach der Winterpause beim SV Straelen vor einer hohen Hürde.

Nach dem Sieg im Niederrheinpokal über den VfB Homberg und dem Einzug ins Halbfinale möchte Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV den Schwung nun in die Meisterschaft mitnehmen. Im ersten Spiel nach der Winterpause steht dem Tabellensechsten dabei am Samstag (Anstoß 14 Uhr) erneut eine weite Reise – fast bis an die holländische Grenze – und ein unangenehmer Gegner bevor. Der SV Straelen steht als Aufsteiger nur einen Punkt schlechter als der WSV, der mit einem Spiel weniger aktuell Sechster ist.

Dass Straelens Mäzen, Bauunternehmer Hermann Tecklenburg, genau diesen Platz als Ziel für diese Saison ausgegeben hat, zeigt schon, wie ambitioniert die Niederrheiner sind. In der kommenden Saison, auch das hat Tecklenburg schon verkündet, will er ganz oben mitspielen. Wie ernst es ihm damit ist, hat er mit zwei Winterverpflichtungen gezeigt, die dem WSV bestens bekannt sind: Mittelfeld-Spieler und Ex-Profi Kai Schwertfeger, den der WSV im Winter vor zwei Jahren nicht hatte halten können, kommt vom KFC Uerdingen und Abwehrspieler Babacar M’Bengue, der den WSV einst mit großen Zielen verlassen hatte. Der SVS hat mit Patrick Ellgut, Adli Lachheb und dem Wuppertaler Björn Kluft noch drei weitere Ex-Profis im Kader. Hinzu kommen Stürmer Shun Terada und Kevin Weggen, die auch mal das WSV-Trikot getragen haben.

Eine Mannschaft also, die trotz des 4:1-Hinspielsiegs des WSV hoch einzuschätzen ist. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit so vielen ehemaligen Spielern, und ich freue mich auch für Shun, dass er dort so gut trifft. Nur gegen uns muss er das nicht tun“, sagt WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler. Mit aktuell zehn Saisontreffern liegt der Japaner nur zwei hinter dem in der Torjägerliste noch führenden Christopher Kramer, der die Bilanz nach seinem Weggang vom WSV nach Steinbach nicht weiter aufstocken kann.

Der WSV will diesen Verlust bekanntlich im Kollektiv auffangen. In Homberg war Kevin Hagemann als Torschütze in die Bresche gesprungen. Trainer Adrian Alipour hätte sicher nichts dagegen, wenn Neuzugang Viktor Maier gegen Straelen sein Tordebüt geben würde. Vor dem Gegner hat Alipour, vor allem was Schnelligkeit und Torabschluss angeht, großen Respekt. Mit der eigenen Aufstellung werde man auch auf die Qualitäten des Gegners eingehen. Inwieweit diese gegenüber Homberg verändert werden könnte, wollte Apipour noch nicht sagen. „Grundsätzlich stehen alle Spieler zur Verfügung und brennen auf einen Einsatz“, so Alipour, der auf Unterstützung aus der A-Jugend verzichtet. So nah an der holländischen Grenze darf der WSV in jedem Fall auf einen besseren Rasen als den Homberger „Acker“ hoffen. Und er hofft auch, dass wieder viele Fans die Reise mitmachen.

Vom Spiel am Samstag berichten wir in Wort und Bild live im Internet unter wz.de/liveticker

(gh)
Mehr von Westdeutsche Zeitung