Regionalliga WSV gewinnt im letzten Testspiel gegen Kaan-Marienborn mit 2:0

Wuppertal · Eine Woche vor dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum hat Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV bei der Generalprobe gegen den Oberligisten FC Kaan-Marienborn mit 2:0 (0:0) gewonnen. Als Muster für das erste Pflichtspiel lässt sich die Partie allerdings kaum heranziehen, ließ Trainer Björn Mehnert in beiden Halbzeiten doch mit recht gemischten Formationen spielen und sich von Bochum so nicht in die Karten schauen.

 Der WSV hat sein Testspiel gewonnen.

Der WSV hat sein Testspiel gewonnen.

Foto: Benjamin Lenz

Zum Abschluss des einwöchigen Trainingslagers in Willingen fehlte verständlicherweise etwas die Spritzigkeit, und da es gerade in vorderster Linie gegen den gut organisierten Gegner auch an Durchschlagskraft mangelte , waren Chancen vor dem Wechsel Mangelware. Zwischen einem Pfostenschuss von Mittelstürmer Marco Königs nach elf Minuten und einem Lattenschuss von Felix Backszat nach 43 Minute passierte vor dem Tor des Oberligisten nicht allzugleich.

Felix Backzat ist neuer Kapitän

Backzat, der von Björn Mehnert zum neuen Kapitän bestimmt worden ist, ordnete im zentralen Mittelfeld zwar gut, spielte auch einige hervorragende Pässe, doch was die Adressaten daraus machten, war überschaubar.  

Mit Phillip Aboagye auf links und Xhuljo Tabak auf rechts ließ Mehnert ein Außenduo beginnen, das es so nächste Woche gegen Bochum kaum geben wird. Das Gleiche gilt für das Mittelfeld, in dem zunächst der junge und sehr talentierte Niklas Fensky neben dem emsigen Jannis Kübler und Backszat randurfte. Kevin Pires, der Co-Spielführer ist, und Semir Saric brachte Mehnert ebenso erst nach der Pause wie Moritz Montag.  Auch im Hinblick auf Belastungssteuerung nahm er zur Pause inklusive des Torwarts insgesamt  sechs Wechsel vor. Viel mehr Möglichkeiten hat er momentan auch nicht. Durim Berisha hat sich eine Adduktorenverletzung zugezogen, Joelle Tomczak bekanntlich einen Kreuzbandriss und Kevin Pytlik wird nach seiner im Trainingslager erlittenen leichten Gehirnerschütterung noch geschont.

Doppelschlag durch Pires und Prokoph

Nach der Pause versuchten die Wuppertaler, den Gegner früher zu stören und das zahlte sich aus. Aboagye hatte nach 54 Minuten nach Balleroberung eine gute Chance auf den Führungstreffer, sein Abschluss aus Schrägposition war aber zu unentschlossen. Dafür holte er wenig später einen Elfmeter heraus, der dann endlich zur Führung führte.  Er war seinem Gegenspieler entwischt und im Strafraum gehalten worden. Kevin Pires, der nun die Spielführerbinde trug, verwandelte sicher.

Kurz darauf stand es 2:0. Von rechts brachte Semir Saric den Ball in der Strafraum, Kaan-Marienborn klärte zu kurz und Roman Prokph, der nun für Königs die Mittelstürmerposition bekleidete, regierte blitzschnell  und staubte ab.

Seine Stärke in der Luft bewies Prokoph dann nach 68 Minuten, als er nach schöner Freistoßflanke von Pires einen schulmäßigen Kopfball nur knapp neben den Pfosten setzte. Auch ein höherer Sieg wäre möglich gewesen, doch auf das Ergebnis kam es weniger an. In einer Woche wird das dann ganz anders aussehen. Trainer Björn Mehnert war mit der Vorstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir uns hier im Trainingslager erarbeitet haben. Natürlich hat nicht alles funktioniert, aber am Ende dieser intensiven Woche sind die Beine auch schwer.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker unter: wz.de/liveticker

WSV: Cordi (46. Safarpour-Malekabat) - Hanke (46. Montag),  Salau,  Bilogrevic (58. Juracsik), Heidemann (58. Hagemann) -  Backszat (46. Pires), Fensky (46. Grebe) , Kübler -   Tabaku (46. Saric), Königs (46. Prokoph), Aboagye.

Tore: 1:0 Pires (56. Foulelfmeter), 2:0 Prokoph (57.),

Nächstes Spiel: WSV - VfL Bochum, DFB-Pokal, Samstag, 7. August,15.30 Uhr. Der freie Vorverkauf über Wuppertal-live beginnt am Montag