Wuppertaler SV: WSV gewinnt heißes Duell gegen den TV Herkenrath

Wuppertaler SV : WSV gewinnt heißes Duell gegen den TV Herkenrath

Gelungener Saisonauftakt für Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV. Vor 2618 Zuschauern im Stadion am Zoo fuhren die Wuppertaler am Samstag gegen Aufsteiger TV Herkenrath mit einem lange hart erarbeiteten aber am Ende noch deutlichen 3:1 (0:0) den erhofften ersten Sieg ein.

Trainer Christian Britscho hatte Kevin Hagemann, der am Dienstag gegen Leverkusen seinen ersten Kurzeinsatz seit sieben Monaten gehabt hatte, doch noch nicht mit in den Kader genommen. Dem jungen Semir Saric gab er auf der linken Seite den Vorzug vor Zugang Jonas Erwig-Drüppel und gab im offensiven Mittelfeld dem 19-jährigen Marco Cirillo einen Startelfplatz.

Bei verglichen mit den Vortagen noch erträglichen Temperaturen von gut 25 Grad aber unangenehm hoher Luftfeuchtigkeit begann Aufsteiger Herkenrath durchaus selbstbewusst und bestätigte die Einschätzung von Britscho: „Die wollen mitspielen.“ So hatten die Gäste auch die erste Chance des Spiels, als der Schuss von Vincent Geimer nach fünf Minuten knapp am Pfosten des von Sebastian Wickl gehüteten Tors vorbeistrich. Zwei Minuten später ein Raunen, als Dennis Malura einen von Saric ungeschickt in Richtung eigener Strafraum geklärten Ball mit der Brust am herauslaufenden Wickl vorbeilenkte, ihn aber noch vor der Torlinie wieder unter Kontrolle brachte.

Die erste richtig gute Chance des WSV dann nach 15 Minuten, als Christopher Kramer nach Superflanke von Silvio Pagano über den Ball trat und Saric den Nachschuss auch nicht richtig traf. Nun wurden die WSV-Aktionen gefährlicher. Die gefährlichste Aktion dann allerdings von Herkenraths Gjorgij Antovski, dessen tollen Lupfer von der Strafraumgrenze Wickl in Klassemanier über die Latte lenkte. Als Schiedsrichter Robin Delfs nach einer halben Stunde zur ersten Trinkpause pfiff, hatte sich der Neuling den unentschiedenen Zwischenstand redlich verdient, der WSV ging verständlicherweise aber auch noch nicht volles Risiko.

Ein Pfostenschuss von Marco Cirillo nach mutigem Solo in den Strafraum hinein war kurz vor der Pause der letzte Knalleffekt eines bis dahin überraschenderweise weitgehend ausgeglichenen Spiels.

Für den ersten Knalleffekt der zweiten Hälfte sorgte dann Mittelstürmer Christopher Kramer. Nach 52 Minuten köpfte er eine Freistoßflanke — von Linksverteidiger Angelo Langer schön mit links von der rechten Seite nach innen gezogen — am zweiten Pfosten kraftvoll in die Maschen. Der mit 20 Treffern beste Liga-Schütze der Vorsaison machte damit genau da weiter, wo er in der alten Spielzeit aufgehört hatte. Ganz wichtig!

Herkenrath gab sich aber keinesweg geschlagen, war jetzt sogar die aktivere Mannschaft und hatte durch Rechtsverteidiger Jimmy Mbiyavanga nach eine Stunde eine gute Ausgleichschance. Aus 15 Metern setzte er den Ball über die Latte. Der WSV stand nun sehr tief, ließ sich etwas zu sehr in die eigene Hälfte drängen. Glück, als Herkenrath nach Abspielfehler von Marco Cirillo nicht konsequent zu Ende spielte. Der zuvor für Kapitän Gaetano Manno eingewechselte Enes Topal rettete für den WSV zur Ecke. Danach konnte sich die Mannschaft in der Trinkpause erst einmal für die letzten 20 Minuten justieren. Hätte der unmittelbar zuvor eingewechselte Essengue Tchakoumi nach 77 Minuten im Strafraumgewühl etwas besser justiert, hätte es gut auch 1:1 stehen können. Umgekehrt vergab auf der Gegenseite Kramer nach Flanke des eingewechselten Jonas Erwig-Drüppel per Kopf das 2:0. Der mit Effet hereingebrachte Ball rutschte ihm über die Stirn.

Irgendwie fühlte man sich fatal an das Vorjahr erinnert, als der WSV im Auftaktspiel nach mühsamer 1:0-Führung kurz vor Schluss noch das 1:1 kassiert hatte. Doch diesmal lief es besser. Enes Topal startete nach zielgerichtetem Abschlag von Sebastian Wickl ein Solo über links, machte noch einen Schlenker und bediente in der Mitte Kramer, der erneut da war, wo ein Torjäger zu stehen hat. Jetzt war Herkenrath geschlagen, und der WSV zwang den Gast mit einem tollen Angriff über rechts und einer scharfen Hereingabe von Silvio Pagano zu einem Eigentor. Das 3:1 per schönem Freistoßtor von Vincent Geimer hatten sich die Gäste verdient, an der Punkteverteilung änderte es nichts mehr.

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