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WSV gerät immer tiefer ins Schlamassel

Fußball : WSV gerät immer tiefer ins Schlamassel

Der WSV hat am Mittwoch gegen Straelen mit 0:3 verloren. Der erste Gegentreffer fiel bereits in der ersten Minute, was folgte, waren viel Kampf und Krampf. Die Wuppertaler haben damit die sechste Niederlage in sieben Spielen kassiert.

Im Nachholspiel gegen den SV Straelen hat der Wuppertaler SV am Mittwochabend nicht das erhoffte Zeichen setzen können. Im Gegenteil - schon nach einer Minute waren alle guten Vorsätze zunichte, als Straelens Kaito Mizuta einen zu kurz abgewehrten Ball im Strafraum zur Gästeführung verwandelte. Ein denkbar schlechter Start für die Wuppertaler, die sich mitten im Abstiegskampf befinden. Am Ende stand trotz allen erkennbaren Bemühens mit 0:3 die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Partien. Es bleibt bei Platz 16, nur noch einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz.

Auf der Tribüne schauten unter anderem Frauenbundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg - Ehefrau von Straelens Klubboss - sowie Ex-WSV-Stürmer und Herne-Trainer Christian Knappmann zu. Letzterer versicherte, er sei - wie schon am  vergangenen Samstag -  als Scout für einen Regionalligisten vor Ort gewesen.

Die Spekulationen um einen Trainerwechsel beim WSV dürften dennoch nicht kleiner werden, auch wenn die Sportliche Leitung Trainer Alexander Voigt immer wieder den Rücken gestärkt hat. Voigt, erstmals auf der Bank durch den zusätzlichen Co-Trainer Gaetano Manno verstärkt, hatte gegenüber dem 0:1 gegen Wiedenbrück mit Daniel Grebe und Semir Saric zwei Neue in die Startformation gebracht, allerdings auch das System geändert. Tjorben Uphoff, Tim Wendel und Noah Salau bildeten eine Dreierkette. Die hatte sich noch nicht so recht formiert, als Straelens Aaram Abdelkarim gleich beim ersten Angriff links fast unbedrängt auf die Grundlinie durchspurten konnte. Seine scharfe Hereingabe wehrte Torwart Niklas Lübcke nach vorne ab, wo Mizuta aus acht Metern einschießen konnte. 

Der WSV antwortete mit Härte auf diesen frühen Schock. Nach 20 Minuten hatten sich mit Daniel Grebe, Joey Müller und Noah Salau bereits drei Spieler berechtigte Gelbe Karten für Grätschen eingehandelt.

Mit viel Spielkultur war auf diesem Boden und auch angesichts des Drucks nach den jüngsten Misserfolgen nicht zu rechnen gewesen und so versuchte der WSV denn auch, über Kampf ins Spiel zu finden. Doch die Bälle in die Spitze waren vielfach schlecht temperiert. Straelens Abwehrchef Ferry de Ret gewann zudem alle Zweikämpfe gegen Mittelstürmer Marco Königs, und so hatte sich Torwart Robin Udegbe nach einer guten halben Stunden noch nicht einmal auszeichnen müssen.

Pech dann nach 40 Minuten, als Schiedsrichter Leonidas Exuzidis dem WSV einen möglichen Elfmeter verweigerte. Jonas-Erwig Drüppel schien im Strafraum schon vorbei, fiel dann aber für den Geschmack des Schiedsrichters wohl etwas zu leicht.

„Zweimal hat der Schiedsrichter wohl zurecht nicht gepfiffen, aber wer weiß, was passiert, wenn noch mal ein Wuppertaler in der Box fällt, meinte Martina Voss-Teckenburg zur Pause. Die Führung für Straelen sei nicht unverdient, das Spiel aber längst nicht entschieden. 

Der WSV kam mit Schwung aus der Kabine, erarbeitete sich endlich erste Halbchancen. Mit einer Glanzparade gegen Malek Fakhro hielt Niklas Lücke sein Team auch weiter im Spiel. Jonas Erwig-Drüppel vergab wenig später die bis dato beste WSV-Chance, als er aus zwölf Metern knapp drüber zielte. Doch mit Glück kann der WSV derzeit nicht rechnen. Im Gegenteil: Nach 65 Minuten stand es nach dem ersten guten Konter der Gäste 0:2. Der unmittelbar zuvor eingewechselte Cagatay Kader hatte für die Gäste getroffen. Der WSV bemühte sich, musste aber in der 93. noch das 0:3 durch Kübler hinnehmen.