WSV gegen Bocholt im Niederrheinpokal

Wuppertaler SV: WSV steht in Bocholt vor hoher Pokalhürde

Achtelfinalgegner Bocholt ist Dritter der Oberliga und am heimischen Hünting sehr unangenehm.

Für die nächsten möglichst gepflegten Heimauftritte des Wuppertaler SV wird im Stadion am Zoo der bekannt wellige Rasen derzeit von den gröbsten Dellen befreit. Für den Fußball-Regionalligisten geht dagegen die Oktober-Auswärtsserie weiter. Beim starken Oberligisten FC Bocholt am traditionsreichen Bocholter Hünting will die Mannschaft von Trainer Adrian Alipour das Viertelfinale im Niederrheinpokal erreichen und kann sich dabei die eigene A-Jugend zum Vorbild nehmen. Die hatte bekanntlich am Sonntag nach einer tadellosen kämpferischen und auch ordentlichen spielerischen Leistung unter den Augen der ersten Mannschaft durch einen 1:0-Erfolg über den SV Sandhausen das Viertelfinale im A-Jugend-DFB-Pokal erreicht (wird Ende Oktober ausgelost). Nach vielen Jahren endlich auch einmal wieder in den DFB-Pokal einzuziehen, dass ist auch für die Regionalliga-Mannschaft und den gesamten Verein ein ganz großes Ziel.

Dass die Hürde in Bocholt hoch sein wird, bewiesen die Niederrheiner am vergangenen Sonntag durch einen glatten 3:0-Erfolg gegen den TV Jahn Hiesfeld – übrigens genau die Mannschaft, gegen die der WSV vor einem Jahr im Pokal-Viertelfinale nach Elfmeterschießen ausgeschieden war. Mit sieben Siegen und drei Niederlagen stehen die Bocholter aktuell auf Platz drei der Oberliga-Tabelle.

Von der Stärke der Mannschaft kann auch Len Heinson berichten, der zwei Jahre dort gespielt hatte und vor der Saison nach Wuppertal zurückgekehrt ist. Nach einer Verletzung aus der Vorbereitung hat Heinson allerdings bisher noch keinen Pflichtspieleinsatz. Ob es eventuell am Mittwoch dazu kommt und wer eventuell nicht einsatzfähig ist, da wollte sich Alipour noch nicht in die Karten schauen lassen. Auf jeden Fall hat er mit Heinson über die Qualitäten der einzelnen Bocholter Spieler gesprochen, die Mannschaft aber auch selbst beobachtet. „Eine Mentalitätstruppe, steht gut, schaltet gut um und ist schwer zu bespielen“, lautet sein Urteil. Ein flüssiges Fußballspiel sei da für seine Mannschaft schwer möglich. „Da sind Krieger auf dem Platz gefragt“, fordert Alipour auch von seinen Spielern Mentalität ein. „Wir nehmen das Spiel und den Gegner extrem ernst. Das sind wir uns und den Fans schuldig. Aber es wird eine Mörderaufgabe“, sagt er.

Die mitgereisten Fans müssen sich übrigens auf strenge Einlasskontrollen einstellen, wie der FCB auf seiner Homepage bekanntgibt. Auch wenn keine Hinweise auf gewalttätige Aktionen vorlägen, habe man in Abstimmung mit der Stadt und der Polizei ein Sicherheitskonzept erstellt. Für zehn Personen aus der Anhängerschaft des WSV gelten bundesweite Stadionverbote, diese wird man durchsetzen. Die Polizei habe gegen sie außerdem ein Betretungsverbot für das Umfeld des Stadions ausgesprochen. Der WSV hofft natürlich auf eine friedliche und zulässige Unterstützung  durch seine Fans. Erst vor Kurzem musste er aus dem Dortmund-Spiel 750 Euro Strafe bezahlen, weil da im WSV-Block Pyrotechnik abgebrannt worden war.

Vom Spiel berichtet die WZ live im Internet.

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