Wuppertaler SV: WSV-Ex Adrian Alipour wird Trainer in Steinbach

Wuppertaler SV : WSV-Ex Adrian Alipour wird Trainer in Steinbach

Ex-WSV-Trainer Adrian Alipour ist am Freitag von Südwest-Regionalligist TSV Steinbach Haiger als neuer Trainer ab Sommer vorgestellt worden. Der WSV will eine Ablösesumme.

Der 40-jährige Dortmunder, der beim WSV im September 2018 den Trainerposten übernommen und nach dem Spiel bei Viktoria Köln vor zwei Wochen um eine Trennung gebeten hatte, hat vom TSV Steinbach nun einen Zwei-Jahres-Vertrag erhalten. WSV-Sportdirektor Karsten Hutwelker bestätigte, dass er am Morgen einen entsprechenden Anruf aus Steinbach erhalten habe. Hutwelker: „Das hat mich sehr gewundert. Adrian hat hier noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.“

So jedenfalls ist die Sicht des WSV, der sich vor zwei Wochen auf eine Trennung im beiderseitigen Einvernehmen nicht eingelassen und Alipour daraufhin beurlaubt hatte. Am vergangenen Samstag, beim Spiel gegen Wattenscheid, sei ihm über einen Boten und durch den Stadionzaun hindurch ein Kündigungsschreiben von Alipour überbracht worden, so Hutwelker.

Während die Steinbacher Rechtsabteilung der Meinung sei, dass Alipour damit frei wäre, sehe das der WSV anders.

Es dürfte um eine Ablösesumme gehen, wobei Steinbachs Sportdirektor Hutwelker ganz klar sighnalisiert habe, dass der Verein keine Ablösesumme bezahlen werde. So müsste die Alipour, falls Gerichte das ähnlich sehen wie der WSV, wohl von seinem Gehalt bestreiten.

Alipour: Das Vertrauensverhältnis war
nicht mehr so ausgeprägt

Alipour selbst wollte über vertragliche Angelegenheiten nicht sprechen, begründete gegenüber unserer Zeitung aber erstmals seine unrsprüngliche Bitte um Vertragsauflösung. „Das Vertrauensverhältnis war nicht mehr so ausgeprägt. In Aachen saß Sven Demnadt als mein möglicher Nachfolger schon auf der Tribüne. Dann wird eine Woche später verkündet, dass ich bis zum Saisonende weitermachen darf, obwohl ich ja noch Vertrag bis 2020 habe. Was soll man da denken? Deshalb habe ich Sonntags um eine Vertragsauflösung gebeten, montags ging es dann von WSV-Seite um eine Beurlaubung. Ich habe danach angeboten, die Mannschaft noch  bis zum Saisonende zu betreuen, doch dem wurde nicht entsprochen.“

Trotz allem sei er stolz, dass er ein Teil des WSV gewesen sein durfte. „Ich wünsche Pascal Bieler und der Mannschaft alles Gute und dass sie im Pokal noch viel erreicht.“

Bei Steinbach spielt bekanntlich auch Ex-WSV-Torjäger Christopher Kramer, der im Winter dorthin gewechselt ist.

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