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WSV bei Rot-Weiss Essen: Derby am Samstag

WSV bei Rot-Weiss Essen: Derby am Samstag

Der WSV tritt (14 Uhr) zum Spiel bei Tabellennachbar Rot-Weiss Essen an.

Wuppertal/Essen. Willi Lippens wettet. Der einstige Kult-Kicker von Rot Weiß Essen, der zwischen 1965 und 1981 in 394 Spielen 209 Tore für die Bergeborbecker erzielte, glaubt nicht, dass sich bis zur Eröffnung des neuen Stadions in diesem Sommer 1907 neue Mitglieder bei RWE einschreiben.

Aktuell sind es 3119 und der wohl berühmteste trägt sicher die Nummer 23101940. „Es ist eine Ehre für mich, dem Verein anzugehören, in dem einst der ,Boss’ spielte. Schon als kleiner Junge habe ich Helmut Rahn bewundert“, sagte bei der Verleihung seiner Urkunde im November 2005 kein geringerer als der große Pelé.

Natürlich möchte „Ente“ Lippens seine Wette verlieren. Der inzwischen 66-Jährige will die Fans lediglich anstacheln. Bei einem, der seit dem 1. Juli 2010 eingeschrieben ist, war eine derartige Überzeugungsarbeit hingegen nicht nötig.

Trainer Waldemar Wrobel unterschrieb vor wenigen Tagen einen neuen Vertrag bis 2014 und verlängerte damit seine Mitgliedschaft bei den Rot-Weissen um zwei Jahre. „Ich bin überzeugt, dass bei RWE perspektivisch etwas entsteht.“

Dafür hat der 42-Jährige sogar seinen Beruf als Hauptkommissar auf Teilzeit umgestellt. Seine Spieler allerdings musste der Polizist zuletzt stark ermahnen, nachdem es in den beiden vergangenen Heimspielen gegen den 1. FC Köln II (3:4) und Borussia Mönchengladbach II (1:4) acht Gegentore gab. „Besonders gegen Gladbach waren wir grottenschlecht, und das habe ich dann auch deutlich angesprochen“, sagte Wrobel.

Mit Erfolg: Rechtzeitig vor dem stets brisanten West-Derby gegen den Wuppertaler SV (Samstag, 14 Uhr, Georg-Melches-Stadion an der Hafenstraße) scheint sein Team wachgerüttelt zu sein. Zuletzt gab es Siege beim VfL Bochum II (4:2) und der SV Elversberg (4:0).

Im Duell mit dem WSV aber sieht Wrobel seine Mannschaft als Außenseiter. „Wir können uns nicht mit dem WSV vergleichen, und wir orientieren uns auch nicht an ihm. Als Aufsteiger mit einem geringen Finanzrahmen sind unsere Ziele andere. Dennoch haben wir nach dem 2:5 aus der Hinrunde natürlich etwas gut zu machen und wollen zudem auch unsere gute Form bestätigen“, sagte Wrobel.

Damit dies gelingt, muss die Grundordnung über 90 Minuten gehalten werden. „Sonst ist es einfach, gegen uns Tore zu schießen“, sagt Wrobel. Einfacher als die Wette gegen Lippens zu gewinnen? „Da hat Willi großes vor“, sagt Wrobel. Aber vielleicht findet ja Pelé in Brasilien noch ein paar neue Mitglieder für RWE.

Die WZ bereichtet vom Derby ab 13.30 Uhr im Internet-Liveticker.