Fußball: WSV: Alipour startet mit klarem Pokal-Erfolg

Fußball : WSV: Alipour startet mit klarem Pokal-Erfolg

Fußball-Regionalligist holt ehemaligen Co-Trainer zurück. 8:0 (4:0) gegen den SV Rees.

Wuppertal. Einen Tag nach der Trennung von Christian Britscho saß im Niederrheinpokalspiel gegen den SV Rees am Mittwochabend bereits ein neuer Trainer auf der Bank von Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV. Mit Adrian Alipour ist es ein alter Bekannter, war er in der Saison 2016/17 beim WSV doch schon einmal für einige Monate Co-Trainer unter Stefan Vollmerhausen. Seiner ersten Pflichtaufgabe entledigte sich der 39-Jährige gestern - eher noch als Beobachter an der Seitenlinie, denn schon als Dirigent - erfolgreich. Durch ein standesgemäßes 8:0 zog der WSV in die dritte Runde ein.

In Zukunft wird viel von ihm erwartet, das ist Alipour klar. Er soll die neuen Impulse setzen, die Sportdirektor Manuel Bölstler nach dem unbefriedigenden Ligaauftakt mit sieben Punkten aus sechs Spielen erwartet. „Wille, Leidenschaft und Emotion sind mir zuletzt ein bisschen kurz gekommen“, deutete Sportdirektor Manuel Bölstler bei Alipours Vorstellung an, in welche Richtung es gehen soll. Es sei ihm aber wichtig, Vorgänger Christian Britsch „ganz, ganz großen Dank zu sagen.“

Als Referenz bringt A-Lizenz-Inhaber Alipour vom Oberligisten ASC Dortmund mit, dass er die in der Saison 2016/17 noch stark abstiegsbedrohte Mannschaft gerettet und in der vergangenen Saison auf Platz drei geführt hatte.Ob das reicht, um nun in der Regionalliga ein vermeintliches Spitzenteam zu führen, darf er nun beweisen. Nach dem Anruf von Manuel Bölstler am Dienstagmorgen habe er nicht lange überlegen müssen, so Alipour, zumal sich auch sein bisheriger Verein nicht quer stellte. Zudem bat er bei seinem Arbeitgeber, die Deutsche Angestellten-Krankenkasse, um Freistellung für die Vertragslaufzeit bis 2020. Schließlich braucht der WSV nun einen Vollzeittrainer.

Im Team will Alipour erst einmal großen Wert auf die Disziplin und Geschlossenheit legen und die Spieler schnellstmöglich gut kennenlernen.

Die Formation gegen Rees, die ausschließlich aus etablierten Spielern bestand, von denen Manno, Grebe, Langer und Kühnel zuletzt auf der Bank saßen - zeigte sich ihm von einer konzentrierten Seite und engagierten Seite. Dabei war der schwache Gegner kaum ein Maßstab, zumal Kapitän Gaetano Manno schon nach elf Minuten den Torbann brach und Christopher Kramer gleich nachlegte. Rees stand erwartungsgemäß tief, der WSV lief kontrolliert an, vergab noch einige Chancen, aber lieferte mit dem 8:0-Erfolg ein standesgemäßes Ergebnis ab.

WSV: Wickl - Pagano, Uphoff, Malura, Langer - Grebe, Schünemann (65. Meier) - Erwig-Drüppel (60. Hagemann), Kühnel (46. Bednarski), Manno - Kramer.
Tore: 1:0 Manno (11.), 2:0 Kramer (14.), 3:0 Manno (35.), 4:0 Kramer (40.), 5:0 (55., Eigentor), 6:0 Bednarski (73.) , 7:0 Manno (87.), 8:0 Kramer (89.).

Zuschauer: 478

Mehr von Westdeutsche Zeitung