Tumult vor WSV-Spiel: Fans von RW-Essen versuchen Stadion zu stürmen

Stadion am Zoo: Tumult vor Westderby - Essener Fans versuchen Stadioneingang zu stürmen

Bevor das stets brisante Westderby der Fußball-Regionalliga zwischen dem Wuppertaler SV und Rot-Weiss Essen am Sonntag angepfiffen wurde, gab es für die mit großen Kräften präsente Polizei eine Menge zu tun.

So versuchten 75 als gewaltbereit geltende Anhänger von RWE in den Eingangsbereich des Stadion zu stürmen, der normalerweise den WSV-Fans vorbehalten bleibt. Die Polizei konnte das verhindern, und stellte anschließend die Personalien jedes einzelnen fest. „Sie werden anschließend nach Hause geschickt, das Spiel werden sie nicht mehr sehen“, sagte Einsatzleiter Arno Weise.

Auch einige WSV-Fans fielen negativ auf. Bei ihnen wurden bei Kontrollen auf der Anreise so genannte Polenböller, gefährliche, in der Regel selbstgebastelte Knallkörper gefunden. Ein „Entschärfer“ wurde von der Polizei zu Rate gezogen. Auch diese Personen durften nicht mehr ins Stadion.

Sowohl vor dem Spiel, als auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde im Essener Block dennoch jeweils ein Böller gezündet. „Von dem zweiten Böller-Werfer haben wir Videoaufnahmen hieß es von der Polizei.

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Unterdessen hatten die Wuppertaler Ultra-Fans angekündigt, über bundesweit für das Wochenende von diesen Gruppierungen ausgerufenen Protest gegen Montagsspiele auch in der 2. Halbzeit still zu bleiben, weil sie sich im Zusammenhang mit Delikten am Rande des Oberhausen-Spiels jetzt ausgesprochenen Stadionverboten ungerecht behandelt sehen. Der WSV-Sicherheitsbeauftragte David Sopp sieht das Handeln des Vereins als voll gerechtfertigt. Der WSV hatte in Anbetracht der Ankündigung alle Fans darum gebeten, den WSV in diesem wichtigen Spiel nach Kräften zu unterstützen. Darüber hinaus sei der Verein immer gesprächsbereit.

Direkt nach dem Spiel verlief die Abreise der Fans nach ersten Erkenntnissen weitgehend störungsfrei.

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