Sponsoring: Neue WSV-Wege

Sponsoring: Neue WSV-Wege

WSV: Neuzugang Marvin Braun (27) wurde dank eines externen Sponsors verpflichtet.

Wuppertal. Gleich doppelt bemerkenswert ist die Verpflichtung des dritten WSV-Neuzugangs für die kommende Saison. Zum einen, weil Marvin Braun (27) ein gestandener Fußballprofi ist, der über 56 Zweitliga-Spiele bestritt und folglich zu den wichtigen Säulen des noch im Aufbau befindlichen Teams zählen durfte.

Braun macht Hoffnung, dass der WSV trotz angespannter Finanzen doch noch in der Lage ist, nicht nur Nachwuchsspieler zu verpflichten. Apropos Finanzen, dem zweiten bemerkenswerten Aspekt rund um den Neuzugang vom VfL Osnabrück: Braun wäre ohne das finanzielle Engagement eines externen Sponsors wohl nicht verpflichtet worden. Das sind ganz neue Wege beim WSV.

"Um welchen Sponsor es sich handelt, möchte ich nicht sagen. Es ist ein mittelständisches Unternehmen, dass nicht aus Wuppertal kommt und mit Sport nichts zu tun hat. Wir wollen mal schauen, was in Zukunft noch möglich ist", sagte WSV-Präsident Friedhelm Runge, der Montagabend sogar nicht ausschloss, dass dieses Unternehmen "von der Sache her" auch den ganzen Verein übernehmen könnte. "Vielleicht hat dieses Sponsoring ja auch Signalwirkung für Wuppertaler Firmen", sagte Runge, der eingestand, dass der Verein in Sachen Sponsorenaquise den Fehler auch erst einmal im eigenen Haus suchen müsse. Neue, überraschende Töne beim Drittligisten.

Braun, der Montag mit seinen neuen Kollegen eine Reihe von Lauf-, Kraft- und Sprungtests unter der wissenschaftlichen Aufsicht des Forschungszentrums für Leistungsdiagnostik und Trainingsberatung der Uni Wuppertal absolvierte, wusste nichts davon, wie seine Verpflichtung möglich wurde. Es wird ihm auch egal sein. Viel wichtiger ist ihm, nach einem schlecht verlaufenden Halbjahr in Osnabrück wieder Spaß am Fußball zu finden.

"Ich hatte mit Trainer Uwe Fuchs ein gutes Gespräch und wollte nicht mehr lange spekulieren, wo ich in der nächsten Saison spiele. Ich habe mit dem WSV ein gutes Bauchgefühl. Im Internet habe ich mich über den Verein und die Stadt informiert. Der WSV ist solide geführt und wenn wir vernünftigen Fußball spielen, kommen auch ein paar Zuschauer", sagte Braun.