Schwere Verletzung von Nick Osygus überschattet 2:2 des WSV in Lotte

Fußball-Regionalliga : Schwere Verletzung von Nick Osygus überschattet 2:2 des WSV in Lotte

Eine schwere Verletzung von Nick Osygus überschattet das 2:2 beim Drittliga-Absteiger. Osygus wurde am Kopf getroffen und musste ins Krankenhaus. Lotte hatte auch in Unterzahl die besseren Chancen.

Drei Monate ist der letzte Sieg des Wuppertaler SV in der Fußball-Regionalliga her, doch die Wuppertaler müssen mindesten zwei weitere Wochen darauf warten. Beim 2:2 bei Drittligaabsteuger Sportfreunde Lotte eroberten die Wuppertaler am Samstag zumindest einen Punkt, der aber teuer erkauft wurde.

Nach 32 Minuten bekam der 18 Jahre alte WSV-Rechtsverteidiger Nick Osygus den Fuß von Gegenspieler Filip Lisnic voll an den Kopf, musste anschließend ins Krankenhaus. Lisnic, der im Strafraum am Mann einen Fallrückzieher angesetzt hatte, erhielt dafür von Schiedsrichter Julian Engelmann die Rote Karte.

War es der Schock über Osygus’ Verletzung oder einfach nur Angst - jedenfalls wusste der WSV mit der numerischen Überzahl wenig anzufangen. Wo war die Entschlossenheit aus dem Essen-Spiel von vor einer Woche? Hatte der Gast vorher schon bei zwei Lotter Großchancen Glück gehabt, wurde er auch in der Folgezeit eher in die Defensive gedrängt.

Sicher nicht unverdient ging Lotte gleich nach Wiederbeginn nach einer Ecke durch den Ex-Essener Kevin Freiberger in Führung. Der WSV taumelte, erzielte aber ebenfalls nach einer Ecke durch Lukas Knechtel den Ausgleich und schien mit dem eingewechselten Stürmer Mike Osenberg nun im Vorteil. Osenberg vergab in der besten WSV-Phase die große Chance auf die Führung. Doch dann rutschte Kapitän Tjorben Uphoff bei einem Klärungsversuch im eigenen Strafraum aus und ermöglichte Lotte durch Freiberger die erneute Führung. Der Ausgleich durch Gianluca Marzullo kurz danach fiel fast aus heiterem Himmel. Am Ende drückte fast nur noch Lotte, so dass der WSV mit dem Punkt noch hochzufrieden sein konnte.

Eine genaue Diagnose bei Nick Osygus lag nach Abpfiff noch nicht vor. Die WSV-Verantwortlichen vermuten aber zumindest eine Gehirnerschütterung, wahrscheinlich sogar einen Knochenbruch. „Seine rechte Gesichtsseite war sofort stark angeschwollen berichtete Teammanager Dirk Schneider. Immerhin sei Osygus nach kurzer Bewusstlosigkeit wieder ansprechar gewesen.

(gh)
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