Robert Fleßers soll Kapitän werden

Robert Fleßers soll Kapitän werden

Der Mittelfeldspieler bekennt sich zum WSV. Bleibt der Wechsel von Landers zu RWO der fünfte und letzte?

Wuppertal. Schlechte Aussichten für die Regionalliga-Mannschaft des Wuppertaler SV — zumindest, was das Wetter angeht. Das für Sonntag geplante Testspiel in Wülfrath wird wohl heute offiziell abgesagt. Der Platz ist nicht geräumt. Fußballspezifisches Training ist derzeit nur in der Halle möglich. Am Donnerstagnachmittag ging es an den Unterbacher See heute ist trainingsfrei

Atmosphärisch scheint das Klima in der Mannschaft aber zu steigen. Am Donnerstag wurde zwar der angekündigte Wechsel von Stürmer Marcel Landers nach Oberhausen offiziell (erzielte in 52 Liga-Spielen für den WSV acht Treffer) dafür hat sich aber mit Robert Fleßers ein weiterer Führungsspieler zum WSV bekannt. Trainer Peter Radojewski machte den 25-Jährigen, der bei Gladbach neun Erstliga-Spiele absolviert hat, am Donnerstag zum neuen Kapitän und Nachfolger des abgewanderten Tom Moosmayer.

„Das war für mich klar, nachdem ich am Mittwoch noch einmal mit allen gesprochen habe“, sagte Radojewski. Nur noch Mehmet Boztepe habe sich ein, zwei Tage Bedenkzeit erbeten. Der Rest werde sicher bleiben. Radojewski: „Wir waren eigentlich immer über den Stand informiert, dass Marcel geht, dafür habe ich Verständnis, da er in Oberhausen gleichzeitig eines feste Stelle über die Stadt bekommen hat.“

Robert Fleßers hatte sich im Dezember Gedanken über einen Wechsel gemacht. „Ich war mir aber mit meinem Berater einig war, die Entwicklung hier erst einmal abzuwarten“, so Fleßers, der damals das Angebot eines Regionalligisten ablehnte. „Derzeit macht es hier sehr viel Spaß mit den Jungs. Wir sind auf einem richtig guten Weg. Der Zusammenhalt in der Truppe ist klasse“, begründet er seine jetzige Entscheidung, die höchstens noch durch ein Angebot eines höherklassigen Vereins umgestoßen werden könne. Da deute sich aber nichts an.

Auch die Unsicherheit nach dem Rücktritt von Präsident Friedhelm Runge, der nur noch bis zum 31. März Geld geben will, schreckt Fleßers nicht. „Selbst im Falle eines Konkurses, den ich momentan nicht sehe, gäbe es ja noch drei Monate Geld. Deshalb mache ich mir jetzt nur Gedanken darüber, wie wir die Saison erfolgreich zu Ende spielen. Eine ähnliche Situation hatte er schon bei RW Ahlen erlebt, das 2011 in der 3. Liga Konkurs angemeldet hatte. „Das sind Dinge, die wir nicht beeinflussen können“, ergänzt der neue Kapitän. Er sei überzeugt, dass die Mannschaft noch genug Qualität besitze, um bestehen zu können.

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