Im Pokal will der WSV Selbstvertrauen tanken

Fußball-Regionalliga : Im Pokal will der WSV Selbstvertrauen tanken

Nach dem 1:5 in Oberhausen ist ein Sieg gegen Landesligist Rellinghausen Pflicht.

Rot-Weiß Oberhausen war an diesem Abend eindeutig eine Nummer zu groß. Mit dieser Erkenntnis hatte sich der Tross des Wuppertaler SV am späten Freitag nach der 1:5-Schlappe aus dem Stadion Niederrhein verabschiedet. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles reingehauen“, sagte Trainer Andreas Zimmermann, dem zwar das Ergebnis schwer im Magen lag, der aber ein Lob für seinen Ex-Verein und dessen Trainer Mike Terranova hinterherschob. „Eine sehr clevere Mannschaft mit sehr guter Spielanlage. Wir müssen unsere Punkte woanders holen.“

Bevor sich dazu am 24. September in Lippstadt die Gelegenheit bietet, müssen die Wuppertaler allerdings am Dienstag eine Aufgabe erledigen, die Sportdirektor Karsten Hutwelker als „absoluten Pflichtsieg“ bezeichnet. Dann kommt der Essener Landesligist ESC Rellinghausen in der zweiten Runde des Niederrheinpokals ins Stadion am Zoo (Anstoß 19.30 Uhr). Die Rellinghauser, die ihr Heimrecht mit dem WSV getauscht haben, sollten für die Wuppertaler ein schlagbarer Gegner sein. Sie verloren am Wochenende mit 2:3 gegen den Tabellenvierten FSV Duisburg und rutschten in der Tabelle auf Rang zwölf.

Der WSV bleibt auch nach dem Sonntag Neunter und hat weiter drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, den momentan der nächste Gegner Lippstadt belegt. Der hat allerdings zuvor am kommenden Samstag in Lotte noch die Gelegenheit, das zu korrigieren. Der WSV ist dann spielfrei. Wie eng es in der Abstiegszone ist, verdeutlichten am Wochenende Bergisch Gladbach und Schalke mit Siegen. Am kommenden Freitag  treffen sie dann direkt aufeinander.

„Tabellarisch sind wir noch im Soll, aber mir fehlt immer noch die Frische und Unbekümmertheit, die uns in den ersten Spielen ausgezeichnet hat“, sagt Karsten Hutwelker. Die verlorenen Punkte gegen Haltern und Wattenscheid ärgern ihn dabei wesentlich mehr als die Schlappe bei starken Oberhausenern, wobei er allerdings das „naive Herangehen“ vor den Gegentoren bemängelt.

Der Pokal könne die Gelegenheit bieten, wieder Selbstvertrauen zu sammeln. Voraussetzung sei allerdings, auch in dieses Spiel mit 100-prozentiger Einstellung zu gehen. Hutwelker: „Wir wissen aus dem Vorjahr, wie schön es ist, ein Finale zu erreichen. Natürlich gibt es im Pokal immer wieder Überraschungen, aber wir wollen kein Teil davon sein.“ gh

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wz.de/liveticker

(gh)
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