Gegen Oberligist FC Monheim geht es um den Einzug ins Finale gegen Uerdingen.

WSV : WSV will die große Pokalchance ergreifen

Gegen Oberligist FC Monheim geht es heute im Stadion am Zoo (19.30 Uhr) um den Einzug ins Finale gegen Uerdingen.

Zuletzt war der Wuppertaler SV 2016 im Finale des Niederrheinpokals und durfte damals vor 17 000 Zuschauern gegen Rot-Weiss Essen die besondere Atmosphäre erleben. Gegen Oberligist FC Monheim bietet sich den Wuppertalern am Mittwoch erneut die große Chance, das Endspiel zu erreichen, in dem am 25. Mai mit Drittligist KFC Uerdingen ein nicht weniger attraktiver und eventuell auch lukrativer Gegner wartet (der Spielort ist noch offen). Vieles spricht für den WSV, der nach dem Heimrechtstausch im eigenen Stadion antreten darf.

Dort erwartet man zum Anpfiff um 19.30 Uhr viele Zuschauer, zumal nach der Mitgliederversammlung am Montag jedem klar geworden sein sollte, wie existenzbedrohend die Lage und wie wichtig Unterstützung für die neue Führung ist. Dass die Mannschaft ihren Beitrag dazu leisten will, für positive Schlagzeilen zu sorgen, hat sie in den jüngsten Spielen bewiesen. „Das war für mich der erste Gänsehautmoment seit langem“, bekannte Spielführer Gaetano Manno, nachdem das Team am Montag von der Versammlung mit lang anhaltenden, stehenden Ovationen bedacht worden war.

„Das tut gut, wenn man am Verein hängt“, sagt Manno. Für ihn, der schon 2016 dabei gewesen war, wäre es natürlich ein großer Moment, zum Karriereende noch einmal ein Finale zu spielen. „Gegen Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz“, wie er schmunzelnd sagt. Doch die gesamte Mannschaft wolle dorthin und werde am Mittwoch alles dafür tun. Manno: „Aber mit der nötigen Demut, es ist schließlich ein Pokalspiel, und was da passieren kann, haben wir bei Bayern gegen Heidenheim gesehen.“

„Monheim will, der WSV muss“, beschreibt Ex-WSVer Marc Bach die Ausgangslage. Als Trainer von Hilden, kennt er den Oberliga-Konkurrenten genau, weiß um die Qualität etwa mit dem Ex-Aachener Tobias Lippold oder dem regionalligaerfahrenen Tim Kosmala. Auch Ex-WSV-Aufstiegsheld Noah Salau spielt bei Monheim.

„Es würde mich überraschen, wenn sie nicht tief stehen und versuchen würden, über Konter zum Erfolg zu kommen“, sagt WSV-Sportdirektor Karsten Hutwelker. Darauf werde Trainer Pascal Bieler die Mannschaft einstellen. Er ist gerade auf Trainerlehrgang in Hennef, wird aber ab Mittwochmittag freigestellt.

Silvio Pagano
ist Vater geworden

Während ein Fragezeichen hinter Gino Windmüller (Kniebeschwerden) und Dennis Malura (Ellenbogenprellung) steht, gibt es auch eine sehr positive Personalmeldung. Silvio Pagano, der in Oberhausen noch gefehlt hatte, weil er bei seiner Frau im Krankenhaus war, ist inzwischen Vater geworden. Tochter Emilia kam am Sonntag zur Welt. „Das wird ihn sicher zusätzlich beflügeln“, freut sich Hutwelker. Der sportliche Anreiz sei für jeden Spieler riesig. gh

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