Gegen Düsseldorf soll die Sieglosserie des Wuppertaler SV enden

Fußball : Gegen Düsseldorf soll die Sieglos-Serie enden

WSV könnte bei einem Erfolg über Fortunas U 23 am Samstag die Abstiegsränge verlassen.

Die Rivalität zwischen Wuppertaler SV und Fortuna Düsseldorf ist traditionell groß. Doch mit allzu vielen Fortuna-Fans dürfte am Samstag im Stadion am Zoo nicht zu rechnen sein, wenn die U23 der Düsseldorfer um 14 Uhr beim WSV antritt, denn die Bundesliga-Mannschaft spielt am Samstagnachmittag in Hoffenheim. Die Bedeutung der Partie, die für beide Regionalligateams die letzte in der Vorrunde ist, ist immens hoch.

Schafft es der WSV endlich, seine Sieglosserie von 14 Partien (inklusive der nicht mehr gewerteten gegen Wattenscheid) zu beenden? Mit einem Erfolg könnten die Wuppertaler gleichzeitig Abstiegsplatz 15 verlassen und am TuS Haltern vorbeiziehen. Dessen Heimpartie gegen Essen ist wegen einer Platzsperre in Herne bereits abgesagt. Und in zwei Wochen (nach dem Auswärtsspiel in Aachen nächste Woche) empfängt der WSV auch noch Haltern. Es könnte also ein versöhnlicher Jahresabschluss werden, und dafür soll an diesem Samstag der Grundstein gelegt werden.

„Ich weiß, wie es ist, länger nicht zu gewinnen, das habe ich auch als Profi schon erlebt. Das muss man komplett ausblenden“, sagt WSV-Trainer Alexander Voigt. Er hat seit inzwischen fünf Partien die Verantwortung an der Seitenlinie inne, in denen drei Unentschieden erreicht wurden. Voigt: „Wir müssen vielmehr die positiven Dinge in den Vordergrund rücken. Bis auf die eine Halbzeit in Bergisch Gladbach haben wir eine vernünftige Leistung gebracht, jetzt müssen wir nur mal gewinnen.“

Nach einer ungewöhnlich langen Trainingswoche, die durch das spielfreie Wochenende bereits am Montag begonnen hatte, seien alle heiß darauf, dass es Samstag wird und endlich wieder gespielt wird. Am Mittwoch trainierte die Mannschaft in strömendem Regen auf dem Kunstrasenplatz am Stadion. Schnelles Passspiel unter Druck war unter anderem angesagt. Zuletzt war im Aufbau zu häufig der Ball schnell wieder weg gewesen. Umgekehrt will der WSV laut Alexander Voigt versuchen, den Gegner früh unter Druck zu setzen, wenn der seinerseits versuchen wolle, von hinten aufzubauen.

Die Frage, wer gegen Dribbelkünstler und Ex-WSVer Kevin Hagemann spielt, wollte Voigt noch nicht beantworten. Als Rechtsverteidiger würden sich nach dem Ausfall von Nick Osygus entweder Noah Salau oder Silvio Pagano anbieten. Lukas Knechtel, der zuletzt als Linksverteidiger stark aufgetrumpft hatte, könne aber auch rechts spielen.

Noch einige offene Fragen im kleinen Kader, der derzeit nur 14 einsatzfähige Feldspieler umfasst. Daniel Grebe ist nach abgesessener Gelbsperre wieder dabei. Dass mit Daniele Nesseler, Kevin Pytlik und Semir Saric gleich drei Spielern die fünfte gelbe Karte droht, sollte laut Voigt keine Rolle spielen. „In so einem Spiel wird sich niemand zurücknehmen.“

Noch kein Thema für Samstag aber eventuell noch in diesem Jahr ist Tom Meurer, der nach seinem Innenbandriss im Knie wieder mittrainiert, aber noch nicht alles mitmacht. Genau wie Viktor Meier, der nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls eingeschränkt wieder mitmacht.

Vom Spiel am Samstag berichten wir live im Internet:

(gh)