Formento drückt die Daumen

Formento drückt die Daumen

Am Sonntag um 14 Uhr muss der WSV gegen Dresden seinen Stammtorhüter Maly ersetzen.

Wuppertal. Den Ausflug nach Jena wird Andrés Formento so schnell nicht vergessen, denn neben Torhüter Christian Maly war er der große Pechvogel bei der 0:1-Niederlage des WSV vor einer Woche. Fünf Tage lang hatte sich der Argentinier konzentriert auf das Spiel vorbereitet, fünf Minuten lang rannte er konzentriert über den Rasen des Abbe-Sportfeldes. Doch wegen des Platzverweises von Christian Maly musste Trainer Uwe Fuchs nach fünf Minuten einen Feldspieler "opfern", um Ersatzkeeper Asterios Karagiannis einzuwechseln. Es traf mit Andrés Formento einen der beiden Stürmer.

Am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) wird Formento dem Stellvertreter von Christian Maly im Spiel gegen Dynamo Dresden sicherlich die Daumen drücken, dass der bis zum Abpfiff zwischen den Pfosten steht. Wer für Christian Maly aufläuft, will Uwe Fuchs erst am Samstag nach dem Abschlusstraining bekanntgeben. "Sascha Samulewicz und Asterios Karagiannis haben in dieser Woche gut trainiert. Wir haben das gar nicht thematisiert, aber beide wussten natürlich, dass sie in diesen Tagen unter besonderer Beobachtung standen", sagt Uwe Fuchs, der allein nach den Trainingseindrücken aufstellen wird.

Auch für Fatmir Vata hat das Abschlusstraining auf dem Freudenberg entscheidende Bedeutung. "Fatmir wird einen Belastungstest machen, danach wissen wir mehr", sagt Fuchs. Während sich Fatmir Vata, Joe Murillo und Romas Dressler langsam aber sicher wieder ihrer Bestform nähern, gab es bei Victor Hugo Lorenzón einen Rückschlag. Die Muskelverletzung im Oberschenkel erweist sich als besonders hartnäckig, einen Einsatz schließt Uwe Fuchs wie schon im Spiel gegen Jena aus.

Trotzdem kann der WSV auf eine eingespielte Anfangsformation bauen. Große personelle Veränderungen im Vergleich zum Spiel in Jena sind zumindest in Bezug auf die Feldspieler nicht zu erwarten.

Drei Spiele hat der WSV vor der Winterpause noch vor der Brust. Wie viele Punkte man nach den Heimspielen gegen Dresden, Heidenheim und der Jahresabschlussfahrt nach Regensburg auf dem Konto haben wird, ist mannschaftsintern kein Thema. Zunächst einmal will man sich auf das nächste Spiel konzentrieren und drei Punkte gegen Dresden holen. Christian Malys Stellvertreter, Sascha Samulewicz könnte leicht die Nase vorne haben, möchte sicher seinen Kasten sauber halten. Und Andrés Formento würde gerne beweisen, dass er für mehr als fünf Minuten Luft hat. Und im Stadion am Zoo für sein neues Team treffen kann.

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