Fußball-Regionalliga Ex-Profi René Klingbeil wird neuer Trainer beim Wuppertaler SV (mit Video)

Wuppertal · Der 43-jährige A-Lizenz-Inhaber bestritt 52 Erstligaspiele für den Hamburger SV und 149 Zweitliga-Spiele für Aue. Trainer war er zuletzt beim FC Carl-Zeiss Jena und soll die verjüngte Mannschaft zu einer schlagkräftigen Einheit entwickeln.

 Zuletzt war Rene Klingbeil Trainer beim FC Carl Zeiss Jena – hier nach dem DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC im Jahr 2023. Jetzt soll Klingbeil beim WSV mit einer jungen Mannschaft etwas bewegen.

Zuletzt war Rene Klingbeil Trainer beim FC Carl Zeiss Jena – hier nach dem DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC im Jahr 2023. Jetzt soll Klingbeil beim WSV mit einer jungen Mannschaft etwas bewegen.

Foto: picture alliance/dpa/Jacob Schröter

Das Geheimnis ist gelüftet. Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat am Montag in einer Pressekonferenz in den Räumen der Westdeutschen Zeitung in Wuppertal Ex-Profi René Klingbeil als neuen Trainer vorgestellt. Der 43 Jahre alte A-Lizenzinhaber löst damit Ersan Parlatan ab, der seinen Vertrag aufgelöst hatte und künftig bei einem türkischen Zweitligisten das Zepter schwingen wird.

Zuletzt war Klingbeil bis Dezember 2023 als Trainer beim Nordost-Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena tätig gewesen. Zuvor dort Co- und auch Interimstrainer, hatte er den Chefposten im Januar 2023 übernommen, als die Mannschaft in der Tabelle auf Platz acht stand und führte sie in der Abschlusstabelle noch auf Platz zwei. Außerdem gewann er mit Jena den Landespokal und zog in den DFB-Pokal ein, wo das Team in der ersten Runde nach einem 0:5 gegen Zweitligist Hertha BSC ausschied. In der Saison 23/24 wurde Klingbeil, der bei den Fans sehr beliebt war, dann zur Halbserie freigestellt. Mit einer Bilanz von sechs Siegen, sechs Unentschieden und fünf Niederlagen stand das Team zu diesem Zeitpunkt auf Platz acht.

Bekannter ist Klingbeil allerdings als Profi, begann seine Karriere in Berlin, wechselte schon in der Jugend zu Borussia Mönchengladbach, wo er dann auch U 23 spielte. Beim Hamburger SV wurde der Innenverteidiger anschließend zum Jungprofi, bestritt 52 Erstliga-Partien und auch internationale Einsätze für den HSV. Sein Erstliga-Debüt gab er am 23. Oktober 2004 beim Auswärtsspiel in Dortmund. Nach einem Jahr in Norwegen bei Viking Stavanger wechselte er danach zu Erzgebirge Aue und stieg mit der Mannschaft auf Anhieb in die Zweite Liga auf. Bei Aue spielte er sieben Jahre, wechselte dann zu Carl-Zeiss Jena, wo er 2017 seine Karriere als Spieler mit dem Aufstieg in Liga drei beendete. Seine Trainerlaufbahn begann er im Anschluss bei Sachsenligist FC Lößnitz. 2019 holte ihn sein ehemaliger Verein Carl Zeiss Jena zunächst als Co-Trainer von Rico Schmitt zurück.

„Eine beeindruckende Karriere“, findet der Sportliche Leiter des WSV, Gaetano Manno. Wichtig für ihn bei der Trainerauswahl sei allerdings vor allem gewesen, dass Klingbeil bewiesen habe, dass er mit einer jungen Mannschaft gut arbeiten könne und bereit sei, den Weg mit dem WSV mitzugehen. Der Verein muss nach den Plätzen drei, zwei und drei in den vergangenen drei Spielzeiten in der neuen Saison bekanntlich mit deutlich reduziertem Etat auskommen, wird die Mannschaft deutlich verjüngen. Manno: „Wir wollen trotzdem beweisen, dass wir mithalten und die Großen ärgern können.“ Klingbeil wird in Wuppertal die Wohnung von Ersan Parlatan beziehen. Trainingsauftakt ist am 23. Juni. Mit dem Trainer will Manno jetzt besprechen, wen er bis dahin als Spieler noch dazu holt. Manno: „Jetzt hatte die Trainersuche für mich erst einmal Priorität.“ Aktuell umfasst der Kader 17 Mann, inklusive sechs Spielern aus dem alten Regionalliga-Kader und vier aus der bisherigen A-Jugend.

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