„Die Fans sind uns wichtig“

Kapitän Dennis Schmidt ist heiß auf das nächste Spiel mit dem WSV am Sonntag gegen Kapellen-Erft (15 Uhr, Stadion am Zoo). Dann soll der nächste Sieg her.

Wuppertal. Der WSV setzt ein Zeichen: „Mit dem Mannschaftsfoto wollen wir zeigen, dass die Fans uns wichtig sind,“ sagt Kapitän Dennis Schmidt. Der Termin für das offizielle Foto des Oberliga-Teams am Donnerstag war daher weit mehr als nur Pflichterfüllung für ihn und seine Mitspieler. Locker ging es zu auch wenn sich der WSV eine größere Resonanz erhofft hatte, und so beschreibt der 26-Jährige auch die Stimmung in der Mannschaft: „Kein Vergleich zur vergangenen Saison.“

Seither ist viel passiert, der Kader breiter aufgestellt, die Hierarchien klar verteilt. Den Posten des Spielführers wollte Schmidt unbedingt. Und seine Ziele für die Saison kann der Wermelskirchener in einem Satz auf den Punkt bringen: „Oben mitspielen.“

Der Derbysieg gegen Velbert, den der Stürmer mit zwei Kopfballtoren einläutete, sieht er als Start einer Serie, um dieses Ziel mit dem WSV zu erreichen. Dazu soll dann am Sonntag im Heimspiel gegen Kapellen-Erft (15 Uhr, Stadion am Zoo) gleich nachgelegt werden.

Die Identifikation mit dem Verein ist groß. Denn auch wenn er erst am vergangenen Sonntag vor dem Pokalspiel des SV Darmstadt gegen den VfL Wolfsburg von den Lilien offiziell verabschiedet wurde, ist Schmidt schon lange in Wuppertal angekommen. Erst recht, seit er bei der Dekra Akademie Wuppertal arbeitet. Erst hat Schmidt dort ein Praktikum absolviert, vor zwei Wochen dann eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement mit Schwerpunkt Vertrieb und Marketing begonnen.

Wie viele seiner Mitspieler arbeitet er nun Vollzeit. „Sicher ist das eine Umstellung“, stellt er fest. Aber er freue sich darauf. Mit Dirk Jasmund, der eine Ausbildung bei der Gesa begonnen hat, drückt Schmidt ab sofort die Schulbank. Die beiden sind in einer Berufsschulklasse. Zur Einschulung gab es von Mitspieler Florian Grün vor dem Training am Mittwoch eine Schultüte für die neuen Azubis.

Das passende Foto gibt es auf der Facebook-Seite von Dennis Schmidt. Er pflegt sie, hält auch so Kontakt zu den Fans. Mehr als 300 sind dazu gekommen, seit der Blondschopf an der Wupper spielt. Und es sollen mehr werden. Aber nicht nur im Netz, vor allem im Stadion am Zoo.

Was die Mannschaft dafür tun muss: „Zeigen, dass wir heimstark sind“, fordert der Kapitän. Deshalb gilt für das Spiel am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) gegen den SC Kapellen-Erft, der am vergangenen Samstag vor heimischer Kulisse den Duisburger Stadtteilklub VfB Homberg mit 5:0 vom Platz gefegt hat, nur eins: „Als Sieger vom Platz gehen. Wer die Tore schießt, ist dabei egal.“