Die 555. Dauerkarte ist verkauft

Die 555. Dauerkarte ist verkauft

Große Resonanz schon vor dem Testspiel.

Wuppertal. Das „Zusammenspiel“ klappte hervorragen: Die Freiwillige Feuerwehr Sonnborn, die am Samstag im Stadion ihr 125. Bestehen feierte, hatte dafür gesorgt, dass auf dem Vorplatz des Stadions früh ein Gewusel war. Das ging mit Start des WSV-Saisoneröffnungsfestes um 13 Uhr in Rot-Blau über. Fans im Trikot, Familien mit Fahnen, viele die dem WSV den Rücken gekehrt hatten — Hunderte waren gekommen und drückten damit ihre Neugier auf den neuen WSV aus.

Die Meinungen auch der „Trikoträger“ waren dabei erstaunlich differenziert. „Ich glaube nicht, dass man erwarten kann, dass die Mannschaft gleich aufsteigt, mein Interesse hängt aber nicht davon ab, ob Oberliga oder Regionalliga“, sagte etwa Manfred Becker, WSV-Fan der ersten Stunde. Er stehe hinter dem nun gegangenen Weg, auch wenn „sicher nicht alles schlecht war, was in 20 Jahren unter Friedhelm Runge passiert ist. Aber am Ende ging es nicht mehr“, sagt er.

Die freudige Erwartung der Besucher drückte sich am Samstag nicht nur darin aus, dass die Mannschaft und die neuen Verantwortlichen auf der Bühne mit freundlichem Applaus bedacht wurden. Am Stand von „Ein Dach für die Nord“ gingen die Fanartikel weg wie warme Semmeln, und am Kartenstand nebenan wurde im Laufe des Nachmittags die 555. Dauerkarte verkauft. Der Käufer darf zur Belohnung einmal mit auf die Trainerbank.

Angetan von der Stimmung und vom Kartenverkauf war auch WSV-Insolvenzverwalter Jörg Bornheimer. „Stimmung ist ganz wichtig. Und nicht zuletzt durch die Kartenverkäufe sind wir jetzt mit dem Finanzplan so weit, dass wir im zweiten Schritt mit den Gläubigern sprechen können“, sagte er. 63 Sponsoringverträge hat der WSV laut Verwaltungsrat Jörg Wolff inzwischen abgeschlossen, davon 40 mit ganz neuen Partnern oder solchen, die den WSV zuletzt nicht unterstützt hatten. gh