Fußball WSV strickt auch schon am Plan für die Vorbereitung

Wuppertal/Duisburg · Der Rahmenterminplan der Fußball-Regionalliga-West steht und sieht für die 21 teams nur eine kurze Winterpause vor.

 Ein Bild vom letzten Training der Regionalliga-Mannschaft im Juni. Wer ist ab 17. Juli wieder dabei?

Ein Bild vom letzten Training der Regionalliga-Mannschaft im Juni. Wer ist ab 17. Juli wieder dabei?

Foto: Fries, Stefan (fri)

Der Fußballausschuss des Westdeutschen Fußballverbandes hat den Rahmenterminplan für die Saison 2020/21 in der Regionalliga West verabschiedet. Die Spielzeit startet demnach mit 21 Teams im Zeitraum 4. bis 7. September und umfasst 42 Spieltage, wobei jedes Team 40 Spiele hat, also zweimal spielfrei ist. Im Winter soll bis zum 19. Dezember gespielt werden und dann nach einer nur kurzen Pause schon wieder ab 16. Januar, für Nachholspiele eventuell auch schon früher. Der letzter Spieltag ist laut Rahmenterminplan für den 6. Juni vorgesehen. Um alle Spiele unterbringen zu können, soll es allein acht englische Wochen geben.

Vereine offenbar gegen
eine Splittung der Liga

„Wir hatten in der vergangenen Woche eine Videokonferenz mit den Vereinen und Staffelleiter Wolfgang Jades. Es ist gar nicht so explizit darüber gesprochen worden, aber die meisten wünschen sich einen normalen Modus mit Hin- und Rückrunde. Das bedeutet schließlich auch 20 Heimspiele“, sagt Dirk Schneider, Teammanager des Wuppertaler SV. WSV-Sportdirektor Thomas Richter hatte in der vergangenen Woche schon geäußert, dass er diesen Modus trotz der hohen Belastung klar bevorzuge und gegen eine Teilung der Liga sei, wie sie beispielsweise in der Regionalliga-Nord beschlossen ist. Schneider: „Dass Haltern eine Splittung wollte, habe ich erst im Nachhinein erfahren.“ Wie berichtet, haben sich die Westfalen unter anderem mit der Begründung einer zu hohen Belastung freiwillig aus der Liga zurückgezogen, wodurch die nun 21 statt 22 Teams hat.

WSV plant Trainingsstart für
17. Juli. Erste Verträge fix?

Auch der WSV hat seinen Rahmenterminplan für die Vorbereitung übrigens zusammen. Die soll am 17. Juli beginnen. Während hinter den Kulissen nach dem Stellen des Insolvenzantrags kräftig daran gearbeitet wird, seine Hausaufgaben zu machen und einen tragfähigen Etat aufzustellen, sollen auch bereits die ersten Spielerverträge unterschrieben sein, auch wenn bisher nichts offiziell gemacht wurde. Auffällig ist zumindest, dass die bisherigen Stammspieler, auf die Richter auch das neue Team aufbauen will, bisher nicht von anderen Vereinen als Zugänge gemeldet wurden. Viele hatten wie Tjorben Uphoff oder Gianluca Marzullo geäußert, dass sie gern beim WSV bleiben würden, wenn die Voraussetzungen stimmten.

Auch einen neuen Trainer für den nach Dortmund abgewanderten Pascal Bieler soll man im Auge haben. Dirk Schneider beschäftigt sich unterdessen intensiv mit der Trainingsplanung. „Es geht auch darum, überhaupt Plätze zu finden vor dem Hintergrund, dass weiter die bestehenden Regeln des Coronaschutzes eingehalten werden müssen“, so Schneider. Das gelte natürlich auch für Testspiele, von denen der WSV bereits sechs abgemacht hat.

Hygienekonzepte sollen Spiele mit Zuschauern möglich machen

Zunächst bis 31. August gelte für die Fußballer: Bei Sportveranstaltungen dürften nur 30 Personen auf den Platz, inklusive Spieler, Schiedsrichter und Trainer. Zudem seien höchstens 100 Zuschauer zugelassen, die aber alle namentlich erfasst werden müssen.

Schneider: „Wir hoffen, dass das nach dem 31. August weiter gelockert wird, denn wenn wir nur 100 Zuschauer zulassen dürften, macht es gar keinen Sinn das Stadion zu öffnen.“ Im Übrigen bereite man Hygiene- und Coronaschutzkonzepte vor, die den Einlass von Zuschauern wieder möglich machen sollen. Das solle nun in Absprache mit den Ordnungs- und Gesundheitsämtern der jeweiligen Städte erfolgen, habe es auf der Regionalliga-Tagung geheißen.

Impulse erhofft sich Schneider da von Liga-Konkurrent Rot-Weiss Essen, der bei diesem Thema bereits vorgeprescht ist. Die Essener seien derzeit dabei, in Zusammenarbeit mit dem Stadionbetreiber und der Stadt Essen solche Konzepte auszuarbeiten. Die würden der Liga anschließend zur Verfügung gestellt.

Regionalligist Gießen der hochklassigste Testgegner

Die Testspielphase soll am 29. Juli beginnen. Ausgemacht wurden vorrangig Spiele gegen Teams aus der Oberliga Niederrhein. Hochklassigster Gegner ist der FC Gießen, der die vergangene Saison auf Platz 15 der Regionalliga Südwest abgeschlossen hat. Die Partie ist für den 23. August in Gießen vorgesehen. Die Generalprobe soll am 29. August bei der SSVg Velbert steigen. Die für den 18. August vorgesehene Partie beim TVD Velbert von Trainer Marc Bach musste abgeblasen werden, weil Velbert an diesem Tag das Pokalhalbfinale gegen RWE spielt. Weitere Testgegner: Ratingen 04/09 (29. Juli), FC Kray (1. August), VfB Hilden (8. August), SF Baumberg (15. August).