Meinung Der WSV und die Schönheit des Dramas

Meinung | Wuppertal · Währen da nicht die letzten Minuten, hätte der Wuppertaler SV 13 Punkte weniger. Doch so darf er sich am Samstag bei der Heimkehr in sein Stadion auf ein echtes Regionalliga-Spitzenspiel freuen.

 Sportdirektor Gaetano Manno und Vorstand Thomas Richter nach Last-Minute-Erfolg vom Freitagabend in Düsseldorf. Der WSV ist gerade rechtzeitig wieder voll im Geschäft.

Sportdirektor Gaetano Manno und Vorstand Thomas Richter nach Last-Minute-Erfolg vom Freitagabend in Düsseldorf. Der WSV ist gerade rechtzeitig wieder voll im Geschäft.

Foto: Otto Krschak/OTTO KRSCHAK

Kann der Wuppertaler SV in der Fußball-Regionalliga nur Drama? Wieder einmal sicherte sich die Mannschaft am Freitag in Düsseldorf durch einen späten Treffer drei Punkte. Es war der sechste von jetzt sieben Saisonsiegen, der erst in der Schlussphase zustande kam. Wären alle Partien nach 85 Minuten abgepfiffen worden, hätten die Wuppertaler erst elf Zähler auf ihrem Konto, so sind es 24! Keine Frage, das ist eine Stärke der Mannschaft, die sie nach Vier-Last-Minute-Siegen zum Auftakt erneut hervorholen kann, nachdem die Bank wieder besser besetzt ist. Ob das in den nun anstehenden Spielen gegen die Top-Drei allerdings reicht? Dass es zum Teil noch an der Abstimmung mangelt, dürfte jedem klar sein. Doch mit den Siegen im Rücken kann man besser daran Feilen als nach der Negativserie, aus der sich das Team herausgearbeitet hat. Viele Gründe also, am kommenden Samstag ins Stadion am Zoo zu kommen, um den WSV bei der Rückkehr in sein Wohnzimmer in einem echten Spitzenspiel gegen Fortuna Köln zu unterstützen. Und wenn Dramen gut ausgehen, sind sie besonders schön.